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Unfallzahlen sinken auf niedrigsten Stand seit Jahren

Peiner Verkehrsstatistik Unfallzahlen sinken auf niedrigsten Stand seit Jahren

Die Zahl der Unfälle im Peiner Land ist im vergangenen Jahr um 208 auf 2449 gesunken. Es gab vier Verkehrstote – so wenige wie seit Jahren nicht mehr. Auch Baumunfälle sind rückläufig, 2011 gab es mit 50 nur noch halb so viele wie im Jahr zuvor. „Ich bin zufrieden“, sagte Polizei-Chef Thomas Bodendiek gestern bei der Vorstellung der Verkehrsstatistik 2011.

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Stellten die Verkehrsstatistik 2011 vor: Peines Polizei-Chef Thomas Bodendiek (r.) und Sprecher Stefan Rinke.

Quelle: Michael Lieb

Peine. Dass die Unfallzahlen immer weiter sinken und mittlerweile auf einem Rekord-Tief angelangt sind, führt Bodendiek auch auf die intensive Präventionsarbeit der vergangenen Jahre zurück. Die Plakat-Aktion „Deine letzte Sekunde“ oder auch das Aufstellen eines Autowracks zur Abschreckung an verschiedenen Stellen im Kreis Peine könnten einige Autofahrer aufgerüttelt haben, so der Polizei-Chef.

Minimal um zwei auf 76 gestiegen ist die Zahl der Schwerverletzten bei Verkehrsunfällen.

Ebenfalls leicht gestiegen ist die Wahrscheinlichkeit, sich bei einem Unfall schwer zu verletzten oder gar ums Leben zu kommen. Pro 100 Verkehrsunfälle gab es rechnerisch 3,26 betroffene Personen, 2011 waren es noch 3,01.

Von den 76 Schwerverletzten im Peiner Land waren 17 Radfahrer. Ein Radfahrer starb in Folge eines tragischen Unfalls am 28. März, seinem 42. Geburtstag, bei Harvesse. Er wurde von einem Fahrzeug erfasst, das sich ihm von hinten näherte und erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Bodendiek appelliert in diesem Zusammenhang an alle Radfahrer, sich einen Helm zuzulegen. Diese seien mittlerweile recht preiswert und auch optisch okay, ergänzte Sprecher Stefan Rinke.

Glatt halbiert hat sich die Zahl der Baumunfälle – sie sank von 100 auf 50. Das ist der beste Wert der vergangenen Jahrzehnte. Auch in diesem Fall habe sich Prävention wohl ausgezahlt, mutmaßt Bodendiek. Ziel könne es ja nicht sein, alle Bäume zu fällen oder überall Leitplanken aufzustellen. „Man sollte einfach immer so fahren, dass man sein Fahrzeug jederzeit beherrscht.“

Von 506 auf 510 gestiegen ist die Zahl der Wildunfälle. „Ich habe den Eindruck, dass es immer mehr Wild gibt“, kommentierte Bodendiek. Als Gegenmaßen würden Duftzäune errichtet und Reflektoren an den Leitpfosten angebracht.

Auf konstant hohem Niveau bewegen sich die Unfallflucht-Zahlen. Im vergangenen Jahr gab es 537 Fälle (2010: 544), von denen immerhin 236 aufgeklärt (2010: 246) werden konnten. „Ich verstehe das nicht, Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt“, sagte Bodendiek. Wer erwischt wird, müsse mit dem Entzug des Führerscheins rechnen, ergänzte Rinke.

Betrunkene oder unter Drogeneinfluss stehende Autofahrer beschäftigen die Polizei auch weiterhin: 2011 wurden 127 Blutentnahmen angeordnet (2010: 130), die meisten übrigens in der Altersgruppe der 45- bis 64-Jährigen (34). Präventiv müsse man allerdings bei den Jüngeren, der Gruppe der zwischen 18- und 24-Jährigen ansetzen. Ganz anders die Statistik, was Fahrten unter Drogeneinfluss angeht. Hier gingen die meisten Ordnungswidrigkeiten auf das Konto der jüngeren Autofahrer. Marihuana werde am häufigsten fest gestellt.

mic

Vechelder Kreisel „Spitzenreiter“

Vier neue Unfallschwerpunkte im Kreis Peine stellte Heidemarie Rintelmann gestern vor. Es sind:

Die Ortseinfahrt Schmedenstedt, Südring/Westring: Dort krachte es in den vergangenen Jahren mehrfach. Im April war dort ein BMW mit Tempo 100 in den Garten gekracht. Die erlaubte Geschwindigkeit auf der Kreisstraße ist mittlerweile von 100 auf 70 gesenkt worden.

Vier Unfälle gab es an der Kreuzung Herrenfeldstraße/Schwicheldter Straße in Vöhrum. In drei Fällen davon missachteten Autofahrer, die auf der Herrenfeldstraße aus Richtung Peine kommend in Richtung Hainwaldweg unterwegs waren, die Vorfahrt von anderen Verkehrsteilnehmern auf der Schwicheldter Straße. Jetzt sollen an der Stelle ein Stopp-Schild installiert und eine Haltelinie aufgebracht werden.

Drei Unfälle gab es auf der Bundesstraße 494 kurz hinter Hofschiwcheldt in Richtung Stedum auf Höhe des dortigen Parkplatzes. Die Unfallursachen konnte die Polizei nicht in allen Fällen schlüssig klären.

Der Kreisel an der B 1/B 65 an der neuen Vechelder Ortsumgehung war mit neun Unfällen trauriger Spitzenreiter bei den Unfallschwerpunkten. Auffällig: Sechs der Unfälle geschahen bei Dunkelheit. Das ließ die Verkehrunfallkommission der Polizei auf schlechte Sichtverhältnisse vor Ort schließen. Mittlerweile wurden mehrere Schilder neu aufgestellt, die den Kreisel besser erkennbar machen. Fünf Autofahrer krachten 2011 in den Kreisel.

mic

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