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Unfallflucht und Fahren ohne Fahrerlaubnis: 53-jähriger Telgter verurteilt

Peine Unfallflucht und Fahren ohne Fahrerlaubnis: 53-jähriger Telgter verurteilt

Peine . Wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Unfallflucht stand ein Telgter (53) vor Gericht: Obwohl es keine direkten Zeugen des Zusammenstoßes mit einem geparkten Auto gab, wurde der Telgter verurteilt - er soll einem Polizisten die Tat am Telefon gestanden haben.

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Das Amtsgericht Peine.

Quelle: Archiv

Klar war zunächst nur: Das Auto des Mannes war am Unfall beteiligt. Doch wer saß am Steuer - der 53-Jährige, die Ehefrau oder der Sohn? Nur ein Polizeibeamter konnte vor Gericht etwas zum Unfallfahrer sagen: Der Telgter habe ihm die Tat am Telefon gestanden.

Vehement widersprach Anwalt Ralf Jödicke der Verwertung der Aussage. Vor dem mutmaßlichen Geständnis sei sein Mandant nicht korrekt belehrt worden: „Die Aussage kann nur verwertet werden, wenn er richtig belehrt worden ist - ihm also gesagt wurde, er muss nichts sagen und dass er sich einen Anwalt nehmen kann. Das ist nicht passiert.“

Der Polizist verwies darauf, der Beschuldigte habe ihn bei der Belehrung nicht ausreden lassen und einfach weitergeredet. Jödicke lies das nicht gelten: „Dass Sie ihn nicht belehren konnten, ist an den Haaren herbeigezogen. Zumal Sie dem Beschuldigten vor der Belehrung zunächst vorhielten, kein Alibi zu haben und erst dann die Belehrung erfolgen lassen wollten.“

Doch nicht nur diesbezüglich sei dem 53-Jährigen keine Schuld nachzuweisen, auch andere Zeugenaussagen würden gegen ihn als Täter sprechen. „Eine Polizeibeamtin sagte, der Sitz war sehr weit nach vorne eingestellt und der Fahrer müsse deutlich kleiner gewesen sein. Ein anderer Zeuge sprach von zwei Männern, die er am Unfallort sprechen hat hören“, so der Peiner Anwalt, der einen Freispruch forderte: „Sicher ist nur, dass das Auto benutzt wurde, nicht wer gefahren ist.“

Das sah das Gericht anders. Das Urteil: 3000 Euro Strafe sowie zwei Jahre Sperre zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis. Der Telgter stemmt sich gegen das Urteil und hat Rechtsmittel eingelegt. Anwalt Jödicke: „Bei dieser Beweislage darf mein Mandant nicht verurteilt werden!“

js

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