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Unfallbilanz: Elf Menschen starben auf Peines Straßen

Kreis Peine Unfallbilanz: Elf Menschen starben auf Peines Straßen

Elf Menschen starben im vergangenen Jahr auf den Straßen im Peiner Land – so viele wie seit 2007 nicht mehr. Zum Vergleich: 2011 kamen vier Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Am Donnerstag zog Peines Polizei-Chef Bernhard Bergmann Bilanz und stellte die Verkehrsstatistik 2012 vor.

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Insgesamt ging die Zahl der Unfälle im vergangenen Jahr zurück. 2427 Mal hat es gekracht. 2011 gab es noch 2445 Unfälle. 2007 waren es 2802  Unfälle. Erfreulich bei den aktuellen Zahlen: Es gab weniger Verletzte. Die Zahl der Leichtverletzten sank von 470 auf 453, die Zahl der Schwerverletzten ging von 76 auf 73 zurück.

Trotzdem kündigt Bergmann verstärkt Kontrollen außerhalb geschlossener Ortschaften an. „Dort wird schneller gefahren und dort sind die Unfallfolgen deshalb ungleich schwerwiegender“, sagte er – ohne zu unterstellen, dass die Autofahrer grundsätzlich zu schnell unterwegs seien. Er mahnte die Peiner Autofahrer aber: „Fahren Sie defensiv und angepasst. Im Zweifel: Fuß vom Gas!“

Lediglich ein tödlicher Unfall ereignete sich in einer geschlossenen Ortschaft, als im September in Edemissen ein Lastwagenfahrer einen 90-jährigen Pensionär übersehen und überrollt hatte. Besonders tragisch: Der Laster hatte den Leichnam kilometerweit mitgeschleift.

Häufigste Unfallursache sind falsche Fahrmanöver beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren. Etwa 20 Prozent der Unfälle können darauf zurückgeführt werden. Doch oft seien die Unfallfolgen überschaubar. Nicht angepasste Geschwindigkeit oder unachtsames Überholen führen zu rund zehn Prozent der Unfälle im Peiner Land. Bergmann sagte: „Beides hat oft mit hohen Geschwindigkeiten zu tun.“

Stärker, aber vor allem gezielter kontrollieren will die Polizei Verstöße im Zusammenhang mit Alkohol- oder Drogenkonsum. „Wir haben deutlich mehr Fahrer erwischt, die mehr als 1,6  Promille im Blut hatten. Das hat uns sehr erschreckt“, sagte Bergmann. Waren 2011 vor allem Senioren im Straßenverkehr angetrunken gestoppt worden, waren 2012 alle Altersgruppen auffällig. In der Altersgruppe 18 bis 24 Jahre und 24 bis 44 Jahre hat die Polizei im vergangenen Jahr zudem mehr Fahrer ertappt, die Drogen konsumiert hatten. „Die Fahrer fallen vor allem bei Kontrollen an bestimmten Wochentagen und zu gewissen Uhrzeiten auf“, sagte Polizei-Sprecher Stefan Rinke. Entsprechend werden die künftigen Kontrollen auf diese Erkenntnisse angepasst.

Offenbar immer wieder unterschätzt werden die Gurtpflicht und die Gefahren, die vom Telefonieren mit dem Handy ohne Freisprechanlage ausgehen. „Auch auf diese Verstöße werden im Rahmen unserer normalen Streifen verstärkt achten“, sagte Bergmann.

Thorsten Pifan

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