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Unfall mit Todesfolge: Verfahren eingestellt

Peine Unfall mit Todesfolge: Verfahren eingestellt

Peine. Gegen eine Geldauflage von 2000 Euro hat das Amtsgericht jetzt ein Verfahren gegen eine 25-jährige Peinerin eingestellt. Die Anlage lautete auf fahrlässige Tötung.

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Oktober 2012: In diesem völlig zerstörten Wagen saß die Frau, die bei dem Unfall schwer verletzt worden ist.

Quelle: A

Ein Frontalzusammenstoß auf der B65 im Oktober 2012 zwischen Schwicheldt und Mehrum endete für ihren seinerzeit 59-jährigen Unfallgegner tödlich. Dessen Frau und Tochter wurden schwer verletzt, ebenso die damals 23-Jährige Peinerin (PAZ berichtete).

Die junge Frau war in Richtung Sehnde unterwegs zu ihrer Nachtschicht als Krankenschwester, als plötzlich ein entgegenkommender Wagen mit ihrem Auto zusammenstieß. Bis heute ist die Ursache nicht geklärt. „Die beiden Autos fuhren wie voneinander angezogen immer weiter in die Mitte der Straße, prallten zusammen und schleuderten seitlich in die Straßengräben“, beschrieb eine Zeugin (49) den Unfall. Sie war mit ihrer Tochter in Richtung Schwicheldt unterwegs. Die damals 15-Jährige setzte den Notruf ab, während ihre Mutter vergeblich versuchte, die Türen der havarierten Fahrzeuge zu öffnen, um Erste Hilfe zu leisten. Sie betreute die Opfer bis zum Eintreffen der Rettungskräfte. „Sie haben sich sehr vorbildlich verhalten“, lobte der Richter.

Weniger vorbildlich hätten sich die ermittelnden Behörden verhalten, kritisierte der Verteidiger. Die Stoßrichtung der Ermittlungen sei einseitig auf die junge Frau als Unfallverursacherin ausgerichtet gewesen. Nachweislich hatte sie aber nicht telefoniert, war ausgeschlafen und brauchte als Nichtraucherin auch nicht im Fußraum nach einer verloren gegangene Zigarette zu fischen - dies sind klassische Unfallursachen. Der 59-jährige war herzkrank und trug einen Schrittmacher, mögliche Beeinträchtigungen, beispielsweise durch Medikamenteneinnahme, wären nicht untersucht worden, so der Anwalt.

Laut Gutachten waren beide Autos mit jeweils einem Viertel ihrer Frontbereiche gegeneinander geprallt. Die Krankenschwester sei mit etwa 70 Stundenkilometern unterwegs gewesen, der andere fuhr 90. Diesen Feststellungen stimmte auch der von der Verteidigung bestellte Gutachter noch zu. Alle anderen Analyseergebnisse seines Kollegen stellte er erfolgreich in Frage, so dass das Gericht die Schuldfrage nicht eindeutig klären konnte.

hui

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