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Unfall in der Peiner Fußgängerzone: Radfahrer erfasste Kleinkind und flüchtete

Peine Unfall in der Peiner Fußgängerzone: Radfahrer erfasste Kleinkind und flüchtete

Peine. Schrecksekunden für den kleinen Kim-Henrik (2) und seine Mutter Sabine Zink: Der Junge wurde in der Peiner Fußgängerzone von einem Radfahrer erfasst und stürzte zu Boden. Der Unfallverursacher hielt kurz an, flüchtete dann aber, ohne seine Personalien zu hinterlassen. Die Peiner Polizei ermittelt.

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Sabine Zink mit dem kleinen Kim-Henrik vor der Filiale der Drogerie dm. An dieser Stelle wurde das Kleinkind von dem Fahrradfahrer erfasst. Die Polizei sucht Zeugen.

Quelle: pif

Der Unfall ereignete sich bereits am Donnerstag, 14. August, gegen 17.30 Uhr vor dem Drogerie-Markt dm an der Ecke Gröpern und Wallstraße. Zink sagt: „Kim-Henrik wollte gegenüber auf der Marienkäfer-Wippe spielen und ich habe ihn vorlaufen lassen, immerhin ist das hier eine Fußgängerzone.“ Sie selbst habe zu diesem Zeitpunkt in der Tür der Drogerie gestanden.

Dann sei alles ganz schnell gegangen: Der Radfahrer sei von rechts gekommen und wollte sich zwischen Blumenkübel und Gebäude durchschlängeln, um in die Wallstraße abzubiegen. Dabei erfasste er Kim-Henrik. Der Radfahrer versuchte noch, zu bremsen und auszuweichen - zu spät. Der kleine Junge fiel zu Boden und fing gleich bitterlich an zu weinen.

„Ich bin sofort die paar Schritte hingelaufen und habe mich um mein Kind gekümmert“, sagt Zink, die im Nachhinein entsetzt ist, dass von den Passanten in diesem Augenblick niemand eingegriffen hat. Denn der Radfahrer habe Mutter und Kind zuerst groß angeschaut und sei dann weitergefahren, ohne sich um den verletzten Jungen zu kümmern. Seine Personalien habe er auch nicht hinterlassen. „Niemand hat ihn aufgehalten. Erst später kam ein Familienvater dazu und hat Kim-Henrik ein paar Gummibärchen zum Trost geschenkt, das war sehr freundlich“, erzählt sie.

Die Eltern sind mit dem Kleinkind dann zum Arzt. Dort stellte sich heraus, dass zum Glück nichts gebrochen war, aber dass Kim-Henrik an den Knien zwei heftige Blutergüsse hatte. Zudem hatte er einige Schürfwunden am Arm - und er hatte sich sehr erschrocken. „Uns ist schon häufiger aufgefallen, dass Radfahrer in der Fußgängerzone nicht absteigen, obwohl Radfahren hier nicht erlaubt ist“, sagt Zink beim Ortstermin mit der PAZ.

Allein in den wenigen Minuten, in denen das Bild für den Artikel entstand, fuhren vier Radfahrer vorbei - obwohl die Kontaktbeamten der Polizei unterwegs waren, die auch gerade vorbeikamen.

  • Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise auf den Radfahrer geben können. Kontakt unter der Nummer 05171/9990.

Von Thorsten Pifan

Polizei-Kontrollenin der Innenstadt

In der Peiner Fußgängerzone ist das Radfahren verboten. Darauf macht Polizei-Sprecher Peter Rathai aufmerksam. Das Verbot wird regelmäßig überwacht, meist übernehmen das die Kontaktbeamten aus der Stadtwache. Es gibt bundeseinheitliche Verwarngelder: Wer auf dem Fahrrad erwischt wird, zahlt 15Euro. Wer mit dem Rad in der Fußgängerzone einen anderen behindert, muss 20Euro bezahlen, gerät jemand in Gefahr, sind 25Euro fällig. Verursacht der Radfahrer gar einen Unfall, muss der Betroffene 30Euro bezahlen.

rd

Kommentar

Mehr Rücksicht nehmen!

Sicher ist es verlockend, wenn in der Fußgängerzone gerade nicht so viele Passanten unterwegs sind, mit dem Rad „mal schnell“ zum Ziel zu eilen. Doch das Unfall-Risiko fährt immer mit – und im Zweifel sind es Kinder oder Senioren, die sich in der geschützten Fußgängerzone vermeintlich sicher fühlen und nicht so schnell reagieren können. Aber gerade Kinder und Senioren müssen sich auch sicher fühlen dürfen und können: Denn der Name sagt es schon: Es handelt sich um eine Zone, in der Fußgänger „Vorfahrt“ haben. Daher ist jeder gehalten, Rücksicht zu nehmen und vom Fahrrad abzusteigen. Und im Zweifel sollten andere Passanten die Radfahrer auf ihr Fehlverhalten aufmerksam machen, indem sie sie ansprechen. Es darf nicht so weit kommen, dass die Fußgängerzone zur Rennstrecke für Radfahrer wird.

Von Thorsten Pifan

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