Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Überfall auf Sparkasse mit Spielzeug-Revolver: 56-Jährige muss sich vor Gericht verantworten

Peine Überfall auf Sparkasse mit Spielzeug-Revolver: 56-Jährige muss sich vor Gericht verantworten

Peine. Der kuriose Überfall auf die Sparkasse an der Feldstraße kommt am Dienstag, 29. April vor das Landgericht Hildesheim. Der 56-jährigen Peinerin, die am 28. Oktober 2013 insgesamt 6000 Euro in der Bankfiliale erbeutet und sich anschließend bei der Polizei gestellt hatte (PAZ berichtete), wird schwere räuberische Erpressung zur Last gelegt - begangen im Zustand der Schuldunfähigkeit.

Voriger Artikel
„La Salle“: Übermorgen Revival-Party im Schützenhaus
Nächster Artikel
Am Sonntag: Große Zierfischbörse in Vöhrum

Die Sparkasse an der Feldstraße: Eine 56-jährige Peinerin überfiel die Filiale am 28. Oktober 2013 und erbeutete mit einem Spielzeug-Revolver und erbeutet 6000 Euro. In Kürze beginnt der Gerichtsprozess.

Quelle: A

Die Frau muss nun mit einer dauerhaften Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung rechnen.

Die Beschuldigte hatte am 28. Oktober gegen 14 Uhr die Kreissparkassen-Filiale betreten und dort zunächst ein Beratungsgespräch mit einem Angestellten geführt.

Als dieser sie schließlich zum Ausgang begleiten wollte, blies die 56-Jährige im Schalterraum der Bank zunächst in eine Trillerpfeife, zog einen echt aussehenden Spielzeug-Revolver und zwang die Angestellten und Kunden, sich auf den Boden zu legen. Insgesamt befanden sich zu diesem Zeitpunkt etwa zehn Personen in der Sparkasse.

Mit vorgehaltener Waffe forderte sie von einem Angestellten die Herausgabe von rund 6000 Euro, flüchtete aus der Bank, stieg in ihren Wagen - und fuhr auf direktem Weg zur Peiner Polizeidienststelle an der Schäferstraße, wo sie sich noch während der laufenden Fahndung den Beamten stellte.

Die Beschuldigte hat den Tatvorwurf eingeräumt, erklärte Staatsanwältin Christina Pannek. Die Täterin habe ihren Sohn finanziell unterstützen wollen. Auch habe sie sich erhofft, nach der Tat einen bestimmten Beamten der Polizei sprechen zu können, den sie offenbar in einem anderen Verfahren kennengelernt hatte, in dem sie allerdings nicht selbst angeklagt war.

Die 56-Jährige befindet sich seitdem in einem psychiatrischen Krankenhaus. Ihre Erkrankung war bekannt, straffällig war sie bis dato aber nicht geworden. Das Verfahren wurde angestrebt, weil die Gutachter Wiederholungsgefahr sehen.

Das Sicherungsverfahren ist eine besondere Verfahrensart innerhalb des Strafrechts, die der selbstständigen Anordnung von Maßregeln der Besserung und Sicherung dient und anstelle einer Anklageerhebung durchgeführt wird.

Voraussetzung hierfür ist, dass ein normales Strafverfahren wegen Schuldunfähigkeit oder dauernder Verhandlungsunfähigkeit des ansonsten aber gefährlichen Täters nicht durchgeführt werden kann, aber anstatt einer Verurteilung zu Freiheitsstrafe seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus in Betracht kommt.

mic

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung