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US-Einreisestopp für Muslime: Auch Peiner betroffen

Regelung gilt für mindestens 90 Tage US-Einreisestopp für Muslime: Auch Peiner betroffen

Der neue US-Präsident Donald Trump verhängte einen Einreisestopp für Bürger aus Libyen, Somalia, Syrien, Jemen, Sudan sowie dem Irak und Iran. Mindestens 90 Tage lang soll die Regelung gelten - je nach Land. Auch in Peine leben davon betroffene Personen.

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Eine Demonstration am Flughafen Detroit gegen den von Donald Trump verhängten Einreisestopp für Muslime.

Quelle: Elaine Cromie

Peine. Der Einreisestopp gilt zum Beispiel auch für Deutsche, die zusätzlich einen Pass aus einem der sieben vorwiegend muslimischen Länder haben.

Banafsheh Nourkhiz ist gebürtige Iranerin und arbeitet als Beauftragte für Gleichstellung, Familie und Integration bei der Stadt Peine. Auch sie wäre vom Einreisestopp betroffen, wenn sie in die USA reisen wollte. „Das, was Trump dort betreibt, ist reiner Populismus. Er will einfach schnell handeln, jedoch ist eine klare Strategie da kaum erkennbar“, meint Nourkhiz. Sie betont, dass es in den USA zahlreiche eingewanderte Iraner gebe, die sogar, genau wie Trump, den Republikanern angehören und dass zudem nicht alle Iraner Muslime seien. „Trump handelt rein willkürlich und will die USA offenbar isolieren. Viele Terroristen stammen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien. Aber zu den Ländern haben die USA wichtige wirtschaftliche Beziehungen, also verhängt der Präsident in den Fällen keinen Einreisestopp“, so Nourkhiz weiter. „Dieser Mann stellt eine Gefahr für die weltpolitische Lage dar, denn statt den Terrorismus zu bekämpfen, wird er ihn so nur stärken.“ Sie hoffe, dass die deutsche Regierung zu dieser Situation eine klare Position beziehen wird.

Der Peiner Psychotherapeut Naiel Arafat ist in Libyen aufgewachsen. Zwar hat er ausschließlich die deutsche Staatsbürgerschaft, aber: „Gedanken habe ich mir schon gemacht, wie mein Status wäre, wenn ich jetzt meine Verwandten in den USA besuchen wollen würde“, sagt er. „Ich sehe es sehr kritisch, wie Trump pauschal alle Muslime verurteilt. So sieht es aus, als wären sie alle Terroristen, was natürlich nicht stimmt.“ Trump schüre Angst und Hass. Er betreibe keine Politik des Sachverstands, sondern der Emotionen, so Arafat. „Das ist gefährlich“, mahnt der Psychotherapeut, der Parallelen zwischen Trumps Politik und dem Nationalsozialismus sehe.

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