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Trotz der Flüchtlinge kein Anstieg bei Straftaten

Peine Trotz der Flüchtlinge kein Anstieg bei Straftaten

Kreis Peine. Der Flüchtlingszuzug ist auch für die Peiner Polizei eine Herausforderung, weil es ihn in dieser Größenordnung bisher nicht gegeben hat. Mehr Straftaten verzeichnen die Beamten zurzeit allerdings nicht, sagte Peines Polizei-Chef Thorstenn Kühl am Montag im Gespräch mit der PAZ.

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Peter Rathai (v.l.), Martin Guntermann, Rainer Röcken, Thorsten Kühl und Markus Glomb von der Peiner Polizei informierten in einem Pressegespräch über die Situation angesichts der Flüchtlinge.

Quelle: Thorsten Pifan

Getrübt wird diese positive Bilanz von einer Schlägerei am Wochenende. Dabei waren im Unternehmenspark an der Woltorfer Straße Georgier und Sudanesen aneinander geraten (siehe Text unten). Die Ermittlungen laufen.

„Wir haben weder in Ilsede im Umfeld der Gebläsehalle noch in Peine im Umfeld von Unternehmenspark und Lehmkuhlenweg Hinweise auf einen Anstieg der Eigentumsdelikte im Zusammenhang mit den dort lebenden Flüchtlingen“, sagte Kühl.

Die rosarote Brille setzt er sich nicht auf und geht davon aus, dass mit einer steigenden Bevölkerungszahl auch die Zahl der Straftaten zunimmt. Aktuell sei sie im Vergleich zum Vorjahr jedoch rückläufig, bestätigte Kripo-Chef Michael Sock. Bisher seien rund 250 Straftaten weniger angezeigt worden als in den ersten zehn Monaten 2014.

Kühl lobte in diesem Zusammenhang die Organisation der Unterbringung in der Stadt und den Gemeinden. Vor allem in der Gebläsehalle mit gestern aktuell 401 Flüchtlingen sei die Betreuung sehr eng. Der Einsatz des dortigen Sicherheitsdienstes trage zum guten Klima bei.

Wie in der Gebläsehalle zeige die Polizei in allen Flüchtlingsunterkünften Präsenz. Die Aufgabe haben die Präventioner Hans-Hinrich Ahrens und Rainer Röcken übernommen. „Wir wollen für die Flüchtlinge auch Ansprechpartner sein“, sagte Kühl. In manchen Ländern misstraue die Bevölkerung der Polizei. Die deutsche Polizei wolle sich daher als Partner präsentieren, der Anzeigen aufnimmt und verfolgt. Das gelte für alle Straftäter gleichermaßen - egal, ob einheimisch oder Flüchtling. Ziel sei es vor allem zu verhindern, dass die Flüchtlinge ihre Konflikte selbst austragen, ohne die Polizei hinzuzuziehen.

Bisher leide die „normale“ Polizeiarbeit nicht unter der steigenden Zahl der Flüchtlinge, sagte Kühl. Wer die Polizei rufe, erhalte wie gewohnt schnelle Hilfe. Der Einsatz- und Streifendienst sowie die Verkehrsüberwachung finde in gleicher Intensität statt wie vor dem Flüchtlingsansturm, bestätigte Dienstschichtleiter Markus Glomb.

Von Thorsten Pifan

Nach Schlägerei im Unternehmenspark: Stadt siedelt Kontrahenten um

Kreis Peine. Trotz der insgesamt ruhigen polizeilichen Lage rund um die Flüchtlingsunterkünfte im Peiner Land (siehe Text oben) gab es am Wochenende gleich zwei handfeste Auseinandersetzungen. Im Unternehmenspark (UPP) gerieten Georgier und Sudanesen aneinander, in der Ilseder Gebläsehalle stritten sich Angehöriger einer ethnischen Gruppe.

Ausgangspunkt der Prügelei im UPP war ein Streit zwischen zwei Männern am Samstagmorgen gegen 3 Uhr. Dabei wurden beide verletzt. Am Samstagabend gegen 19.15 Uhr hatte der Georgier dann „Verstärkung“ geholt. Laut Polizei sollen es rund 15 Personen gewesen sein, die auf eine deutlich kleinere Gruppe Sudanesen getroffen waren.

Stadtrat Friedhelm Seffer sagte: „Nach unseren Erkenntnissen kamen einige der 15 Georgier nicht einmal aus der Stadt Peine.“ Offenbar ging alles sehr schnell: Als die Polizei eintraf, hatten sich die Kontrahenten schon wieder getrennt. Es gab mehrere Verletzte, die Polizei fertigte eine Anzeige wegen Körperverletzung.

Die beteiligten Georgier sind aktuell aus dem UPP verschwunden, sagte Seffer. Wenn sie wieder auftauchen, sollen sie am Lehmkuhlenweg untergebracht werden. Dorthin ist bereits ein älterer Georgier geschickt worden, der nicht an dem Streit beteiligt war.

  • In der Gebläsehalle waren laut Polizei zunächst zwei Zwölfjährige in Streit um eine Steckdose geraten. In die Auseinandersetzung am Sonntagabend gegen 23 Uhr mischten sich dann offenbar auch Verwandte ein. Eine Person wurde bei dem Streit verletzt.

pif

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