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Trotz Neonazi-Demo: Hochzeit in Peine

Schmedenstedt Trotz Neonazi-Demo: Hochzeit in Peine

Zwei aufregende Wochen liegen hinter Simone und Manuel Köncke aus Schmedenstedt. Drei Mal mussten die 36-jährige Personal- sachbearbeiterin und der 37-jährige Kranmonteur um ihre Hochzeit bangen – unter anderem wegen zwei Neonazi-Demos.

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Ließ sich die Feierlaune nicht verderben: Simone Köncke bei ihrer Hochzeitsfeier vor dem Bürger-Jäger-Heim in Peine. Im Hintergrund: Polizisten, die wegen der Nazi-Demo dort postiert waren.

Quelle: privat

Schmedenstedt. Doch der Reihe nach: Simone und Manuel hatten sich für ihre standesamtliche Trauung am Sonnabend das Schloss Richtmond in Braunschweig ausgesucht. „Als unsere Standesbeamtin Mittwoch anrief und sagte, dass dort ein Neonazi-Aufmarsch vorbeiführen soll, war ich erst mal baff“, weiß Simone noch genau. Glücklicherweise gab es Entwarnung. Der Aufmarsch wurde verboten – und bekanntlich nach Peine verlegt: Doch das machte es für die Könckes nicht besser. Denn hier wollten sie doch mit 60 Gästen im Bürger-Jäger-Heim ihre Hochzeitsfeier steigen lassen.

„Wir haben erst am Freitag davon erfahren, und am Samstag während unserer kirchlichen Trauung in Woltorf die ganze Zeit den PAZ-Liveticker verfolgt, um die Situation in der Stadt einschätzen zu können“, erzählt Manuel.
Als Samstag dann tatsächlich die ersten Gäste gegen 17 Uhr in Peine eintrafen, hieß es an der Polizeiabsperrung zuerst, dass niemand durch darf. Nach dem ersten Schreck wurde die Gesellschaft dann aber doch durchgelassen – zum Sektempfang, das Hochzeitspaar sogar im Auto. „Es war schon ein komisches Gefühl, als ich später kurz vor die Gaststätte ging, um Luft zu schnappen und dort eine schwer bewaffnete Hundertschaft der Polizei stand“, sagt Sabine. Dafür sei die Hochzeitsfeier, die sich umstellt von 2500 Polizisten abspielte, aber garantiert eine sehr sichere gewesen, scherzt sie – und fügt hinzu: „Fast wie bei William und Kate.“

Während man später im Saal Hochzeitssuppe aß, marschierten die Neonazis vorbei. Gefeiert wurde bis 3 Uhr morgens – ohne Zwischenfälle. Dass Manuel eine Woche vor der Hochzeit nach einer Montage einen Kreislaufzusammenbruch hatte, gab dem Hochzeits-Stress noch das I-Tüpfelchen. „Er hatte wohl Angst vor der Hochzeit“, schmunzelt Simone. Wie auch immer. Entspannen können die beiden bald: Sonntag fliegen sie in die Flitterwochen, acht Tage Las Vegas.

mic

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