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Trotz Kostenproblemen: Klinikum optimistisch

Peine Trotz Kostenproblemen: Klinikum optimistisch

Schwierige Zeiten im Klinikum Peine: Verwaltungsdirektor Arturo Junge hat bei einer Betriebsversammlung für das laufende Geschäftsjahr bei einer Gesamtbilanz von 50 Millionen Euro ein Minus von 2,8 Millionen Euro angekündigt. Einige auslaufende Arbeitsverträge von Mitarbeitern werden nicht verlängert. Das Krankenhaus hat aktuell 530 Stellen und 750 Mitarbeiter.

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Blick auf das Peiner Klinikum: Das Krankenhaus verzeichnet in diesem Jahr trotz steigender Patientenzahlen ein hohes Defizit, schildert dessen verwaltungsdirektor Arturo Junge.

Quelle: tk/2

Peine. Junge sagte der PAZ: „Ja, es ist richtig, wir stecken in einer schwierigen Situation, aber ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir aus dieser Talsohle wieder herauskommen.“ Für das nächste Jahr prognostiziert der Verwaltungsdirektor noch ein Minus von 600 000 Euro, danach werde man aber wieder schwarze Zahlen schreiben.

Das Beratungsunternehmen Roland Berger sei im Mai in Peine und Celle eingeschaltet worden, um die Probleme in den Griff zu bekommen. Wo liegen die Probleme? Junge erklärte: „Wir haben ein Kostenproblem. Zwar sind wir ein erfolgreiches Krankenhaus mit steigenden Patientenzahlen, die jetzt bei 14 200 pro Jahr liegen – aber laut gesetzlicher Regelung müssen wir 65 Prozent der Mehr-Erlöse an die Krankenkassen zurückzahlen. Das trifft uns hart. Im Gegenzug erhöht der Bund auch bei deutlichen Kostensteigerungen nicht das Budget entsprechend.“

Daneben habe das Krankenhaus etwa 16,3 Millionen Euro in Umbauten investiert, und vom Land Niedersachsen nur sechs Millionen Zuschuss erhalten.

Deswegen ist es laut Junge unabwendbar, dass auslaufende Arbeitsverträge einiger Mitarbeiter bei der Reinigung (3,5 Stellen) und in der Küche sowie Caféteria (2,5 Stellen) nicht verlängert werden.

Er betonte: „Ich sehe trotz der Probleme optimistisch in die Zukunft. Wir haben tolle Mitarbeiter, die eine sehr gute Leistung erbringen. Deswegen steigen auch unsere Patientenzahlen.“ Jetzt werden noch einmal die Arbeitsabläufe der verschiedenen Bereiche  – Ärzte. Pflege, Versorgung – durchleuchtet, um sie zu straffen. Mitte Januar will Junge das weitere Vorgehen den Mitarbeitern erklären.

tk

„Klinikum nicht kaputt sparen“

Peine . Der Betriebsrats-Vorsitzende des Peiner Klinikums, Axel Burgdorf, sagte zu der angespannten Situation: „Viele unserer Mitarbeiter machen sich wegen des hohen Defizits Sorgen um ihren Job. Da ist es kontraproduktiv, wenn die Geschäftsführung in Celle von einem ,Sanierungsfall‘ spricht.“

Zum Hintergrund: Die Kliniken Celle und Peine gehören zusammen. Burgdorf unterstrich auch, dass das Peiner Krankenhaus erfolgreich sei und lobte die Mitarbeiter, „die sehr gute Leistungen bringen, aber von denen immer mehr verlangt wird“.

Kritik übte er an der Unternehmensberatung Roland Berger: „Die sehen leider alles nur durch die betriebswirtschaftliche Brille und wollen Personalabbau. Das ist nicht die Lösung.“

Weiterer Kritikpunkt: Der Betriebsrat erhalte zu wenig Infos über das erstellte Roland-Berger-Gutachten, das auch sehr teuer sei. Es soll mehrere 100 000 Euro gekostet haben.

Burgdorf betonte: „Wir alle wollen, dass das Klinikum Peine weiter viele Patienten hat und blicken optimistisch in die Zukunft. Es darf aber nicht kaputt gespart werden.“

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