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Trinken bis der Arzt kommt: Experten warnen

Peine Trinken bis der Arzt kommt: Experten warnen

Peine. Im Rahmen des Projekts „Hart am Limit“, das vom Landkreis Peine initiiert wird, hielten am Donnerstagabend zwei Fachreferenten einen interessanten Vortrag zum Thema Komasaufen. Dr. Astrid Voltz, Leiterin der Notaufnahme des Peiner Klinikums, und Dr. Hendrik Voges, Leiter des Rettungsdienstes, klärten im Kreishaus über das Thema Alkohol auf.

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Referierte im Kreishaus: Dr. Astrid Voltz.

Quelle: im

Das Projekt ist ein Frühinterventions- und Präventionsprogramm im Alkoholbereich. Immer mehr Kinder und Jugendliche landen aufgrund einer Alkoholvergiftung im Krankhaus und müssen ärztlich behandelt werden. Daher lud Heike Kubow, Mitarbeiterin der Jugendförderung, diese zwei Referenten zu Aufklärung ein.

Bis zum 1. Juni wurden dieses Jahr in Peine drei junge Patienten gezählt, die mit einem hohen Alkoholpegel in das Krankenhaus eingeliefert wurden. „Ein 19-Jähriger kam mit 3,78 Promille auf die Station und hatte Krampfanfälle“, sagte Voltz. Allerdings sei die Zahl der Patienten im Rausch mit Skepsis zu Betrachten. Denn: Diejenigen, die sich aufgrund starken Alkoholkonsums verletzten, werden nicht zusätzlich auf Promillewerte untersucht.

Unter 18-Jährige tauchen auch nicht in der Statistik auf, da diese sofort in ein Kinderklinikum gebracht werden. Außerdem sei es bei den Jüngeren üblich, die Hilfsbedürftigen nicht ins Krankenhaus zu schicken, sondern sie auf eigene Verantwortung zu beobachten. Schließlich sei die Zahl von drei Peiner kaum realistisch, da die Jugendlichen zum Feiern nach Braunschweig, Salzgitter oder Hannover fahren und sich schließlich dort in den jeweiligen Krankenhäusern aufhalten, wenn etwas passiert.

„Die Dunkelziffer ist somit in Peine viel höher“, erklärte Voges. Im Jahr 2011 wurden bundesweit 26 349 Kinder und Jugendliche bis zum 20. Lebensjahr gezählt, die nach Alkoholexzessen im Krankenhaus behandelt werden mussten. Zum Abschluss mahnten die Ärzte: „Lieber den Rettungswagen ein Mal zu viel anrufen, bevor etwas Schlimmeres passiert.“

mgb

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