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Trickbetrüger: 79-Jähriger sollte Geld nach Istanbul überweisen

Peine Trickbetrüger: 79-Jähriger sollte Geld nach Istanbul überweisen

Sie geben sich am Telefon als Polizisten oder Familienmitglieder aus - und fordern Geld! Trickbetrüger kennen keine Skrupel. Gezielt nutzen sie die Gutgläubigkeit vor allem älterer Menschen aus. Auch Egon Heuer (79) aus Peine bekam kürzlich einen Anruf von angeblichen BKA-Beamten. Um ein Haar wäre auch er um sein Erspartes gebracht worden.

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Egon Heuer aus Peine: Bei dem Senior meldeten sich Trickbetrüger am Telefon. Der 79-jährige ging jedoch nicht auf die Forderung nach 3500 Euro ein.

Quelle: Michael Lieb / dpa

Peine. Erst am 8. Oktober hatten Trickbetrüger von einem Peiner Senior fast 100 000 Euro ergaunert (PAZ berichtete).

Allein im ersten Halbjahr 2016 wurden bei der Peiner Polizei neun solcher Fälle registriert, erklärte Polizeisprecher Peter Rathai jetzt auf PAZ-Anfrage. Die Dunkelziffer dürfte allerdings deutlich höher lieger. Denn nicht jeder Betroffene meldet einen Betrugsversuch.

Egon Heuer kann sich noch genau an das ominöse Telefonat erinnern: „Der Anrufer gab sich als Mitarbeiter des Bundeskriminaldienstes in Wiesbaden aus, und sagte in Peine seien gerade zwei Personen verhaftet worden. Und um auch an die Hintermänner zu kommen, sollte ich bei der Postbank 3500 Euro plus 200 Euro Überweisungsgebühr auf ein Konto einer Bank mit Sitz in Istanbul einzahlen - und mich nach Erledigung sofort melden. In der Türkei sollten dann die Hintermänner festgenommen werden, wenn sie das Geld abheben“, erzählt der Senior.

Skeptisch war Heuer natürlich schon. Aber: „Genau in dem Augenblick, in dem der Anrufer von der Festnahme in Peine sprach, fuhren vor meiner Wohnung zwei Polizeifahrzeuge mit Blaulicht vorbei und es war auch ein Hubschrauber zu hören. Da dachte ich eben doch, dass da was dran ist.“ Als Heuer dann aber von dem akzentfrei hochdeutsch sprechenden Anrufer wissen wollte, wie er sein Geld wieder bekommt, und man ihm nur lapidar entgegnete, dass er die Summe schon zurück erhalten würde, man sei schließlich vom BKA, tat er das einzig Reichtige - er ging zur Polizei.

Bedroht fühlte sich Heuer auch trotz eines zweiten Anrufs der angeblichen BKA-Beamten nicht. Verblüfft hat ihn allerdings die geschickte Art des Nachfragens, nach möglicherweise vorhandenen Sparbüchern oder nach außergewöhnlichen Ereignissen in der näheren Umgebung, wozu der Rentner eben die vorbei fahrenden Polizeiautos zählte.

Heuer ist es wichtig, andere Peiner vor solchen Anrufern und Trickbetrügern zu warnen. Ihm tut vor allem der Peiner Senior leid, der in einem solchen Fall 100 000 Euro verloren hat. Die Täter konnten auch in diesem Fall noch nicht ermittelt werden, so Polizeisprecher Rathai.

mic

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