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Traditionsreiches Möbelhaus schließt

Peine-Stederdorf Traditionsreiches Möbelhaus schließt

Stederdorf. Das traditionsreiche Peiner Einrichtungshaus Nowicki schließt für immer seine Türen. Das gaben Geschäftsführer Marc Nowicki und dessen Ehefrau Isabel jetzt bekannt. Der Räumungsverkauf hat gestern begonnen.

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Haben sich die Entscheidung zur Schließung nicht leicht gemacht: Isabel und Marc Nowicki.

Quelle: Michael Lieb (2)

Wann der letzte Öffnungstag ist, sei davon abhängig, wie der Abverkauf anläuft, erklärte Nowicki. Für die zehn Mitarbeiter arbeite man an einer Lösung. Sie könnten möglicherweise bei einem Partner-Geschäft unterkommen, das demselben Einkaufsverband wie Nowicki angehört, so der 47-Jährige.

Für die Geschäftsaufgabe habe es letztlich mehrere Gründe gegeben: „Wirtschaftliche, persönliche und gesundheitliche Gründe, aber auch die Wettbewerbssituation spielten bei unserer Entscheidung eine Rolle“, erläutert Nowicki. Generell stünden viele kleinere inhabergeführte Möbelgeschäfte unter Druck, da sich in der Branche ein eindeutiger Trend zum Gigantismus entwickelt habe.

„Viele Leute glauben, dass kleinere Möbelgeschäfte teuer sein müssen. Das stimmt aber nicht. Wir gehören zum Beispiel einem Einkaufsverband mit 600 Mitgliedern an und können die günstigen Konditionen direkt an die Kunden weitergeben“, so Nowicki. In der vergangenen Zeit habe es leider immer häufiger Fälle gegeben, in denen sich Kunden von fachkundigen Mitarbeitern beraten ließen und dann bei anderen Möbelhäusern oder im Internet kauften. Das gleiche Problem hätten auch viele inhabergeführte Geschäfte in der Peiner Innenstadt. Nowicki: „Letztlich bestimmen die Kunden mit ihrer Kaufentscheidung selbst, wie es in Zukunft mit dem Einzelhandel weitergeht.“

Der Entschluss zur Geschäftsaufgabe ist dem Inhaber-Ehepaar nicht leicht gefallen. „Wir haben das hier mit viel Herzblut gemacht, haben viel Zeit und auch Geld investiert“, so Isabel und Marc Nowicki. Ein Dankeschön richten sie an ihre Mitarbeiter, die stets mit riesiger Motivation dabei waren, und auch an die treuen Stammkunden, von denen bereits viele beteuert haben, dass sie die Schließung sehr schade finden. Der Räumungsverkauf soll mit Rabatten jetzt noch einmal zahlreiche Kunden ins Geschäft locken.

Derzeit wird noch nach einer Lösung gesucht, was mit dem etwa 4000 Quadratmeter großen Gebäude passieren soll, so Nowicki.

mic

PAZ-INFO: Die Geschichte des Einrichtungshauses

Vor 80 Jahren machte sich Tischlermeister Fritz Nowicki mit seinem Freund Julius Keune selbstständig und begründete das Unternehmen, das aktuell von Marc Nowicki in dritter Generation geführt wird.

Wegen der hohen Arbeitslosigkeit zu Anfang der 1930er-Jahre mieteten sich die beiden Gründer in eine Schlosserei an der Bahnhofstraße ein. Zunächst zogen die beiden mit ihrem Handwagen los und nahmen Reparaturarbeiten vor – doch schnell kamen auch regelmäßig Anfragen wegen neuer Möbel hinzu. Ein Ladenlokal wurde angemietet, später folgten zwei Häuser am historischen Marktplatz.

Mit der Renovierung des Markplatzes kaufte Fritz-Joachim Nowicki, der 1969 die Geschäfte übernommen hatte, ein Gelände in Stederdorf, und gründete an dem Standort Dieselstraße das neue Einrichtungshaus, das seitdem mehrfach renoviert und modernisiert wurde.

Nowicki gilt bis heute als Geheimtipp für besondere Möbel, viele Kunden schätzen die fachkundige Beratung.

rd

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