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Tödliche Gefahr durch Weltkriegs-Bomben

Peine Tödliche Gefahr durch Weltkriegs-Bomben

Peine/Hannover. Der Krieg ist lange vorbei, doch ein tückischer Gegner lauert immer noch unter der Erde. Viele Tonnen nicht explodierter Bomben und andere Sprengkörper bleiben eine tödliche Gefahr.

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Eine Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde in Sachsen-Anhalt gesprengt. Bombenentschärfer Detlef Jaab zeigt den Zünder einer entschärften Bombe.

Quelle: dpa (2)

Für die Kampfmittelräumer in Niedersachsen geht die Arbeit jedes Jahr weiter. Auch Peine war im Zweiten Weltkrieg strategisch wichtiges Angriffsziel der Alliierten.

70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges stecken im Untergrund von Niedersachsen immer noch tödliche Bedrohungen. Die Hinterlassenschaften deutscher und alliierter Streitkräfte sind hoch brisant: denn von nicht explodierter Munition, Bomben-Blindgängern und wild entsorgten Sprengkörpern im Boden geht weiterhin Lebensgefahr aus. Zudem liegen am Grund der Nordsee neben versenkter Sprengmunition auch chemische Kampfstoffe.

Der letzte große Bombenfund in Peine ist noch nicht allzu lange her. Bereits mehrere Bomben mussten entschärft werden, die größte Aktion fand am 2009 statt.

Einen echten Überblick über die verbliebene Zahl der Bomben-Blindgänger gibt es bis heute nicht. Realistische Schätzungen sind nach Angaben von Experten in Hannover und Bremen unmöglich. 150 000 Luftbilder der alliierten Luftangriffe auf Ziele in Niedersachsen sind zwar weitgehend ausgewertet. Dennoch lassen sich viele Fragen bis heute nicht beantworten, etwa die Zahl der abgeworfenen Bomben, die Zahl der entschärften Blindgänger durch die Wehrmacht während des Krieges, durch die Besatzungsmächte nach dem Krieg und durch die ersten Kampfmittelräumer vom Jahr 1948 an.

Strategisch wichtige Angriffsziele der Alliierten waren in Norddeutschland neben den Hafenstädten von Emden und Wilhelmshaven bis Bremen die großen Rüstungs-Standorte wie Peine, Osnabrück, Hannover, Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg. Hinzu kamen Verkehrsknotenpunkte der Reichsbahn und zahlreiche Flughäfen.

Die Spätfolgen der Bombenabwürfe werden nur vereinzelt deutlich. Im Jahr 2014 wurden in Niedersachsen 42 Sprengbomben mit mehr als 50 Kilo schweren Sprengköpfen entschärft oder zur Explosion gebracht. Hinzu kamen 27 Seeminen.

 dpa/tk

PAZ-INFO: Ablauf der Bomben-Entschärfung in Peine im Jahr 2009

Große Anspannung, dann Aufatmen: Eine amerikanische 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde am 3. September 2009 in Peine innerhalb von nur zwölf Minuten entschärft.

Etwa 10.000 Peiner mussten damals vier Stunden lang ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Es wurde eine Sicherheitszone in einem Radius von einem Kilometer evakuiert. 300 Helfer waren im Einsatz, um Straßensperren aufzustellen, ältere Menschen aus Seniorenheimen zu transportieren oder um Essen und Getränke zu verteilen – eine organisatorische Höchstleistung.

Der Blindgänger war bei der Auswertung von alten amerikanischen Luftaufnahmen auf dem Gelände der Firma Bosch-Service Meyer am Maschweg entdeckt worden. Danach stand fest, dass die scharfe Bombe aus dem Jahr 1945, die in 3,50 Metern Tiefe lag, entschärft werden musste. Dies gelang erfolgreich.

  • Eine weiteren Fund gab es am 23. Oktober 2007 in Dungelbeck. Auf einem Acker „Auf der Samthude“ wurde in 1,20 Metern Tiefe ebenfalls eine 250 Kilo schwere amerikanische Bombe entdeckt und entschärft.
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