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Tierschützer von Peta erstatten Anzeige

Peine Tierschützer von Peta erstatten Anzeige

Peine/Hildesheim. Nach dem Lkw-Unfall auf der Kreisstraße 20 zwischen Mödesse und Stederdorf, bei dem 27 der 74 transportierten Schweine starben (PAZ berichtete), hat die Tierrechtsorganisation Peta Deutschland nun bei der Staatsanwaltschaft Hildesheim Strafanzeige gegen die Verantwortlichen erstattet.

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Nicht an allen Schweinen lassen sich auf den ersten Blick Ohrmarken erkennen...

Quelle: A

Peine. Zudem geht das Peiner Veterinäramt Hinweisen nach, dass nicht alle Schweine Ohrmarken getragen haben sollen.

„Wir erstatten nach solchen Unfällen meistens Anzeige. Es liegt nach den Augenzeugenberichten nahe, dass der Fahrer zu schnell unterwegs war“, sagte Dr. Edmund Haferbeck, Manager der Wissenschafts- und Rechtsabteilung bei Peta aus Stuttgart im Gespräch mit der PAZ. „Wenn der Fahrer Autoteile von Mercedes geladen gehabt hätte, wäre er sicherlich viel vorsichtiger gefahren“, vermutete Dr. Haferbeck.

Nach dem Unfall haben auch die PAZ-Redaktion mehrere Hinweise erreicht, dass nicht alle Schweine Ohrmarken getragen haben sollen. Auf den Fotos, die vor Ort entstanden sind, lassen sich an einigen Tieren sehr wohl Ohrmarken erkennen, an anderen Tieren nicht. Landkreis-Sprecher Henrik Kühn bestätigte die Untersuchungen der Veterinäre. Er sagte: „Wichtig im Vorfeld einer Schlachtung ist es, dass die Schweine mit einem so genannten Schlagstempel durch ein Tätowier-Eisen versehen werden. Dieses war unserem Kenntnisstand zufolge bei allen Tieren gegeben.“

Der Transporter kam in einer Linkskurve von der Fahrbahn ab, prallte gegen einen Baum und kippte um. Einige der Schweine kamen direkt beim Unfall ums Leben oder wurden wegen ihren schweren Verletzungen vor Ort getötet, andere irrten panisch und zum Teil verletzt umher.

Für Tiere seien laut Peta Transporte stets mit Stress verbunden: Sie würden unter Enge, Temperaturschwankungen, Hunger und Durst leiden. Das Verletzungsrisiko in den vollbelegten Transportern sei enorm. Immer wieder komme es zu tödlichen Unfällen. Peta fordert ein ausnahmsloses Verbot von Tiertransporten.

„Schonende Tiertransporte gibt es nicht. Bei Unfällen sterben Schweine, Rinder oder Hühner qualvoll und langsam. Körperteile werden eingequetscht oder brechen. Die empfindsamen Tiere geraten in Panik, erleiden Kreislaufzusammenbrüche oder Herzinfarkte“, schildert Lisa Wittmann, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei Peta Deutschland.

pif/jti

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