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Tierquälerei im Ökogarten: Schafe vergiftet

Peine-Vöhrum Tierquälerei im Ökogarten: Schafe vergiftet

Vöhrum. Gräueltat im Ökogarten: Nach den gefährlichen Hundeködern, an denen zuletzt ein Hund in Vöhrum gestorben ist, hat es jetzt die Schafe des Ökogartens getroffen. Acht Tiere sind dort in der Nacht zu Mittwoch vergiftet worden.

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Schafe des Tier- und Ökogartens in Vöhrum wurden vergiftet. Die Tiere sind noch immer benommen. Leiterin Betina Gube hat das Gelände untersucht und die Tröge gereinigt.

Quelle: ju

„Wir haben die Schafe am Mittwochmorgen gegen 7.30 Uhr völlig apathisch und schlapp auf der Weide gefunden“, schildert Betina Gube, Leiterin des Tier- und Ökogartens der IGS Vöhrum. „Sie ließen die Köpfe hängen, torkelten oder konnten sich gar nicht mehr auf den Beinen halten. Sie haben sehr gelitten.“

Der Tierarzt bestätigte die Vergiftung, zwei der Schafe werden derzeit noch in der Tierhochschule Hannover behandelt und kämpfen ums Überleben.Die bislang unbekannten Täter nährten sich zwischen Dienstag, 18 Uhr, und Mittwoch, 7.30 Uhr, über das Gelände des Penny-Marktes an der Herrenfeldstraße dem angrenzenden Schafsgehege. Über zwei Zäune waren sie geklettert, um direkt zu den zahmen Tieren zu gelangen. „Die Polizei hat einen Trampelpfad im Gestrüpp entdeckt und die Zäune sind niedergedrückt“, sagt Gube: „Das hat jemand ganz bewusst getan.“

Die Peiner Polizei ermittelt nun wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch. „Eine Absuche der Weide ergab keine Hinweise auf Giftpflanzen oder verdorbene Futtermittel“, sagt Polizei-Sprecher Peter Rathai. „Zur Zeit liegen noch keine Erkenntnisse darüber vor, wie und wodurch die Tiere vergiftet wurden.“ Gube hingegen ist sich sicher: „Hier hat jemand Unmengen an Brötchen verfüttert - die können Schafe nicht verdauen.“

Auf der Weide verteilt habe Gube zahlreiche Brötchen gefunden. Sogar im Wassertrog quollen die Getreide-Backwaren auf. „Viele wissen gar nicht, wie gefährlich Getreide für Schafe ist“, sagt Gube und erklärt: „Schafe sind Wiederkäuer. Sie haben in ihrem Pansen bestimmte Bakterien, die bei der Verdauung helfen. Die starken Kohlenhydrate des Getreides töten diese lebenswichtigen Bakterien.“ Die Folge: Der Pansen kann nicht arbeiten und übersäuert, die Tiere blähen auf und sterben unter sehr starken Schmerzen an einer Vergiftung.

Gube selbst vermutet, dass jemand unwissend gehandelt hat und den Tieren etwas Gutes tun wollte. „Viele wissen nicht mehr, dass man Weidetiere nicht füttern darf“, betont Gube. „Für die Schafe waren die Brötchen wie für uns Schokolade - nur gefährlicher. Außerdem wurden unsere Tiere so aufgezogen, dass sie zahm gegenüber Menschen sind. Das ist ihnen nun zum Verhängnis geworden.“

  • Die Polizei sucht Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise geben können, 05171/9990.
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