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Tiermast: Kritik am Landwirtschaftsminister

Peine Tiermast: Kritik am Landwirtschaftsminister

Peine. Kritik gibt es von der Bürgerinitiative (BI) für Umweltschutz in Hohenhameln am niedersächsischen Landwirtschaftsministerium. Das Ministerium unter Leitung von Gert Lindemann (CDU) verharmlose Gesundheitsgefahren, die von Tiermast-Anlagen ausgehen.

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Blick in eine Hähnchenmast-Anlage: Die Bürgerinitiative Hohenhameln warnt vor Gesundheitsgefahren für Menschen.

Quelle: A

„Wir bedauern, dass das Landwirtschaftsministerium die Gesundheitsgefahren, die von Massentierhaltungs-Anlagen ausgehen, verharmlost“, betont die stellvertretende BI-Vorsitzende Marianne Kauers-Theunert und geht auf eine Stellungnahme des Ministeriums in der PAZ ein. Tatsache sei: Der häufige Gebrauch von Antibiotika in der Tiermast führe bei Bakterien vermehrt zur Bildung von Resistenzen. Als Folge davon würden gegen sie eingesetzte Medikamente wirkungslos. Und die gefährlichen MRSA-Erreger (Multi-resistente-Staphylococcus-Aureus-Bakterien) aus der Landwirtschaft würden auch auf Menschen übertragen.

Kauers-Theunert betont: „Eine Studie der Uni München belegt, dass 25 Prozent der Landwirte sie bereits in sich tragen. Familienmitglieder und Hofbesucher haben ein gesteigertes Risiko, sie zu übernehmen. Die Keime wurden laut einer Studie der Universität Utrecht zudem im Umkreis von einem Kilometer Entfernung in der Abluft von Großmastanlagen gefunden.“ Das Landesgesundheitsamt habe 2011 bei 4900 Patienten in 34 niedersächsischen Krankenhäusern festgestellt, „dass ein Fünftel der Keime aus der Landwirtschaft stammten“.

Für die BI sei es daher „unverständlich und unverantwortlich“, warum zum Schutz vor der weiteren Ausbreitung der gefährlichen MRSA-Keime in der Nähe von Mastanlagen, aus der sie entweichen können, keine Warnschilder aufgestellt werden sollen.

Die BI sei der Überzeugung: Massentierhaltung funktioniere nur unter massivem Antibiotika-Einsatz. „Die vier großen Hähnchenmastanlagen im Landkreis Peine hätten daher nicht genehmigt werden dürfen“, so Kauers-Theunert.

tk

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