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Themenführung über Peine im Mittelalter

Veranstaltung im Kreismuseum Themenführung über Peine im Mittelalter

„Seht ihr mein Zeichen, ihr wisst ich war dort. Ich bin ihn gegangen, den langen Weg nach Santiago de Compostela.“ Nun ist er wieder da in seiner Heimat „Peyne“, wie die Stadt Peine früher geschrieben wurde. Verkleidet als Pilger, der den Jakobsweg beschritten hat, erzählte der Hohenhamelner Jens Koch am Samstag im Kreismuseum in Peine im Mittelalter.

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Jens Koch (r.) berichtete im Kreismuseum in Gestalt eine Pilgers vom mittelalterlichen Peine.

Quelle: Foto: Lena Brandes

Kreis Peine. Mit dem Zeichen, das der Pilger beschreibt, meint er eine Reliquie, die er auf seiner Reise erstanden hat. Im Mittelalter war der Handel mit Reliquien sehr beliebt, und so brachte der Pilger einen „Blutstropfen des Heilands“, eingeschlossen in Glas, mit nach Hause.

Von Reliquien geht, nach altem Glauben, ein besonderer Schutz aus und daher überreichte der Pilger seine Reliquie der Jakobikirche in Peine, die gerade neu gebaut worden war. Jedoch stand die Kirche nicht immer am heutigen Ort, sondern zunächst in unmittelbarer Nähe auf dem Marktplatz.

Doch das ist nicht die einzige Veränderung, die die Stadt Peine seit dem Mittelalter durchlebt hat. Um 1223 soll die Stadt von Gunzelin von Wolfenbüttel gegründet worden sein. Ein genaues Datum der Gründung gibt es nicht, da alle wichtigen Dokumente im Jahr 1600 verbrannt sind. Historiker konnten allerdings anhand von Archiven anderer Städte in der Umgebung, wie Hildesheim, das Jahr 1223 als ungefähres Gründungsjahr rekonstruieren.

Damals war Peine von einem Wall und einem Graben umgeben, um die Stadt vor unter anderem vor Hochwasser zu schützen. Am höchsten gelegen war die Burg, von der heute noch Überreste im Burgpark zu sehen sind. Im Kreismuseum kann man viele Münzen aus dieser Zeit betrachten. Der Grund für die vielen Münzfunde im Peiner Raum sei laut Koch, dass die Peiner ihre Münzen früher bei Gefahr vergraben und danach nicht wiedergefunden haben.

Die Bezeichnung „historischer Marktplatz“ ist laut Koch nicht ganz richtig: Da auf dem Platz früher die Kirche stand, die von einem Friedhof umgeben war, müsse er eigentlich „historischer Friedhof“ heißen. Zur Herkunft des Namens der Stadt Peine gibt es viele Geschichten, doch keine eindeutigen Belege, war während der Führung zu erfahren.

lb

  • Die nächste interaktive Führung im Kreismuseum handelt von der Welt des Amtmanns Ziegeler, der in der Biedermeier-Zeit in Peine gelebt hat.
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