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Theaterstück in den Peiner Festsälen bescherte himmlische Momente

Peine Theaterstück in den Peiner Festsälen bescherte himmlische Momente

Das ist ein wahrlich himmlischer Moment, von dem man sich wünscht, er würde nie enden: Sich im selbstverantworteten Tun geborgen und getragen zu wissen von einer schützenden und im gleichen Sinne agierenden Gemeinschaft.

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„Wie im Himmel“: Das Stück beflügelte.

Quelle: im

Das Publikum in den Festsälen konnte beim Stück „Wie im Himmel“ diesen Moment miterleben und mitfühlen.

Gabriella, die geschundene Ehefrau, die allen Mut zusammenrafft, um am Bühnenrand allein zu singen: ganz zaghaft zunächst und als sie ihren Chor hinter sich spürt, aus tiefstem Herzen.

Dies war eine der vielen bewegenden und aufrüttelnden Szenen, die Regisseur Jörg Gade in seiner Bühnenadaption von Kay Pollacks Erfolgsfilm „Wie im Himmel“ für das Theater für Niedersachsen inszeniert hatte.Es geht um gemeinsamen Gesang, das Ergründen des eigenen Grundtones, der jenem, der sich darauf einlässt, gleichsam als Weckruf gilt, das vom Alltag verschüttete „wahre Ich“ zu enttarnen, um künftig unverstellt und ohne Maske zu leben.

Und es sind die Geschichten, die so kleinkariert, so gemein, so gleichgültig aber auch so plakativ und kitschig sind, wie der graue Alltag: Gewalt, Mobbing, Scheinheiligkeit, Betrug. Hier zusammengehalten von einem schlichten Rahmen: Star-Dirigent Daniel Darèus kehrt nach einem Zusammenbruch unerkannt in sein Heimatdorf zurück und sucht dort nur eines: Ruhe. Die Bewohner knacken seine Abwehrhaltung und wählen ihn zum Chorleiter. Seine höchst erstaunliche Art der Musikerziehung verändert die Menschen, löst Fesseln, lässt Fassaden zerfallen und den Mut zur Veränderung wachsen.

Gade hatte das Stück in diverse Szenen aufgeteilt, die er wie dramaturgische Ausrufe- oder Fragezeichen in plötzlichem Dunkel enden lässt - um damit das Kopfkino des Publikums zu bedienen. Und als hätten die zwölf Darsteller das Dirigentenmotto „Musik ist Liebe oder das Flehen nach Liebe“ zu ihrem eigenen Leitwort erhoben, kommt die Handlung ins Parkett: heiter und tieftraurig zugleich.

Wenn also beispielsweise die furchteinflößende Conny auf die zarte Gabriella losgeht, Lena den ernsten Chorleiter umwirbt, die leidenschaftliche Pastorengattin ihren schleimig-jovialen Mann alles vergibt und ihn dennoch verlässt oder der Chor sich letztlich sogar für den behinderten Tore öffnet, lässt dies niemanden unberührt.

 uj

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