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„Testosteron-gesteuerte Gummibällchen“

Kreis Peine „Testosteron-gesteuerte Gummibällchen“

„Familie Mustermann ist in Deutschland noch immer die klassische Ein-Ernährer-Familie“, sagt die Juristin Ingeborg Heinze. An diesem Modell würde sich nahezu die gesamte deutsche Gesetzgebung orientieren, lautet ihre provokante These. Beispiele nennt sie beim Empfang zum internationalen Frauentag im Peiner Forum reichlich.

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Mehr als 50 Zuhörerinnen lauschten am internationalen Frauentag dem Vortrag von Ingeborg Heinze.

Quelle: cb

Kreis Peine . So spricht Heinze vor mehr als 50 Frauen über die Verlockungen bei den Sozialabgaben. „Da bleibt die Frau zuhause, weil sie ja über den Mann mitversichert ist. Das spart die Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung.“ In die Röhre guckten jene Frauen, die sich dann im fortgeschrittenen Lebensalter scheiden ließen: „Wer älter ist als 55 Jahre, wird zum Beispiel nicht mehr in die gesetzliche Krankenversicherung aufgenommen“, sagt sie.

Die Idee hinter der Regel: „Wohlhabende Männer sollten nicht noch kurz vor der Rente aus der privaten in die gesetzliche Kasse wechseln, wenn sie sich in Teilzeit aus dem Berufsleben verabschieden.“
Humorvoll und voller Provokation referiert die Hauswirtschaftsmeisterin und Mutter von vier Kindern. Sie spricht von der „Karriere-Falle Kind“, denn mit Nachwuchs könnten Frauen häufig nur in Teilzeit arbeiten. Damit aber werden die Sprossen auf der Karriereleiter brüchig – und am Ende des Berufslebens ist die Rente entsprechend niedrig.

Doch schon im jungen Alter müssten die Mädchen unter den Jungen leiden, sagt Heinze. „Da werden testosteron-gesteuerte Gummibällchen in der Schule zur Beruhigung neben Mädchen gesetzt“, sagt sie. Dadurch würden zwar die Mädchen in der Schule schlechter. „Da sie insgesamt aber besser als die Jungen sind, fällt das kaum auf.“

In ihrer Begrüßung hatte auch Peines Gleichstellungsbeauftragte Silke Tödter die Vereinbarkeit von Familie und Beruf angemahnt. Auf der anderen Seite gab sie aber auch zu, dass sich in den vergangenen Jahren einiges bewegt habe. „Als ich vor 18 Jahren ins Peiner Land kam, gab es nur eine Krippe“, sagt sie. Die Anzahl habe sich inzwischen vervielfacht.
Doch Tödter sagt auch: „Es bleibt noch viel zu tun.“

Thorsten Pifan

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