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Testkauf: Jugendliche bekamen Schnaps

Peine Testkauf: Jugendliche bekamen Schnaps

Hohe Bußgelder drohen Verkäufern, die Alkohol oder Zigaretten an Minderjährige abgeben - und dennoch: Bei einem Testkauf vom Jugendamt Peine und der Polizei im Vorfeld des Himmelfahrt-Feiertags fielen fast die Hälfte der getesteten Geschäfte durch.

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Mit jugendlichen Testkäufern, wie auf diesem Symbolbild, war die Peiner Polizei nun wieder unterwegs – mit teilweise erschreckenden Ergebnissen.

Quelle: A

In acht Geschäften, Getränkemärkten und Tankstellen versuchten die beiden 15 Jahre alten Freundinnen Jania und Sophia unter Aufsicht von Polizist Rainer Röcken sowie den Jugendamtsmitarbeitern Heike Kubow und Joachim Krenz Alkohol zu kaufen. Eine Flasche Wermut und einen Sechserträger Bier bekamen die beiden ohne Probleme etwa in einem Supermarkt.

„Das Jugendschutzgesetz verbietet den Verzehr sowie die Abgabe branntweinhaltiger Getränke bei Jugendlichen unter 18 Jahren, bei anderen Getränken wie Bier, Wein und Sekt unter 16 Jahren“, erklärt Polizeisprecher Stefan Rinke. „Der Gesetzgeber hat damit auch die Erwachsenen im Visier, die den Alkohol verkaufen oder weitergeben, beziehungsweise den Verzehr bei Minderjährigen gestatten.“

Bei den Testkäufen in Peine wurden insgesamt dreimal alkoholische Getränke an die beiden Minderjährigen verkauft. „Es wurden daraufhin zwei Verwarnungen ausgesprochen und bei einem wiederholten Verstoß ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet“, so Rinke. Grundsätzlich könne mit Geldbußen geahndet werden, wenn ein Kiosk oder Geschäft die gesetzlichen Regelungen zur Abgabe von alkoholhaltigen Getränken oder Zigaretten missachte. „Das Konzept des erschwerten Zugangs bei Tabakwaren ist aufgegangen. Die Zahl der rauchenden Jugendlichen nimmt kontinuierlich ab“, erklärt Krenz. „Für Alkohol sollte dies ebenfalls eine Selbstverständlichkeit werden.“

Wichtig sei nicht nur die Überwachung im Rahmen des Jugendschutzes. „Eltern haben noch immer die größte Einflussmöglichkeit. Eine familiäre Gesprächskultur und ein vorbildlicher Umgang mit Alkohol durch Erwachsene hilft Jugendlichen eher eine gesunde Einstellung zur Thematik zu entwickeln, als Restriktionen im öffentlichen Bereich.“

js

Die Polizei weist nochmals darauf hin, dass an Himmelfahrt der Verzehr von Branntwein und branntweinhaltigen Getränke am Eixer See verboten ist. Komplett gesperrt sind der Wehnser See und Wipshäuser See.

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