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Telgte: Seniorenheim Adlerstraße schließt, 32 Bewohner und 20 Beschäftigte betroffen

Das sagen die betroffenen Telgte: Seniorenheim Adlerstraße schließt, 32 Bewohner und 20 Beschäftigte betroffen

Telgte. Wegen Sicherheitsmängeln muss das Seniorenheim Adlerstraße in Telgte schließen. Wie der Betreiber, die DPUW Deutsche Pflege und Wohnen AG auf PAZ-Anfrage bestätigte, wird die Einrichtung zum 31. Juli dicht gemacht. Betroffen sind 32 Heimbewohner und 20 Mitarbeiter.

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Soll wegen Sicherheitsmängeln zum 31. Juli geschlossen werden: Das Seniorenheim Adlerstraße in Telgte.

Quelle: mic

Bei einer Überprüfung des TÜV im Februar seien sowohl bauliche Mängel als auch ein Sanierungsstau beim Brandschutz festgestellt worden. Der technische Überwachungsverein hatte daraufhin empfohlen, das Altenheim nicht weiter zu betreiben, erklärte ein Sprecher der DPUW. Ausschlaggebend für die Entscheidung zur Schließung sei gewesen, dass die bestehenden Mängel nicht kurzfristig abgestellt werden könnten. Dazu habe es auch Gespräche mit dem Eigentümer der 1982 errichteten Immobilie gegeben. Aufgrund der Gebäudesubstanz seien die Auflagen allerdings nicht zu erfüllen gewesen.

Die Schließung des Seniorenheims Adlerstraße sei mit der Heimaufsicht und den Pflegekassen abgestimmt und werde von diesen mitgetragen. Sämtlichen Bewohnern werde ein neuer Heimplatz in einer der nahe gelegenen DPUW-Einrichtungen in Peine und Ilsede angeboten. Das Unternehmen komme für die Organisation und die Kosten für den Umzug auf. „Alle Mitarbeiter aus Telgte erhalten die Möglichkeit, ihre bisherige Tätigkeit in einer der beiden Einrichtungen im Kreis Peine fortzusetzen“, so der Sprecher.

„Wir bedauern, dass wir diesen Schritt gehen müssen“, sagte DPUW-Geschäftsführer Jürgen Klingelhöfer-Noe. „Wir sind aber froh, dass es uns gelungen ist, sowohl allen Heimbewohnern einen neuen Platz anzubieten als auch die Arbeitsplätze unserer Mitarbeiter zu sichern.“

mic

„Für mich ist die Schließung persönlich eine Katastrophe“

Telgte. Erschüttert und traurig über die Schließung des Seniorenheims sind viele seiner 32 Bewohner. Die Nachricht, dass die Einrichtung geschlossen wird, ist ihnen erst vor einigen Wochen mitgeteilt worden. Aus allen Wolken gefallen ist auch Karin Bonfert aus Telgte, deren Mutter Annemarie Polder (82) in dem Heim lebt.

Für die 57-Jährige, die auch im Heimbeirat sitzt, ist die Schließung persönlich eine Katastrophe. Den Heimplatz für ihre Mutter hatte sie vor zwölf Jahren vor allem auch deshalb ausgesucht, weil sie ganz in der Nähe wohnt – nur zwei Straßen weiter im Glindweg – und die Wege für sie damit stets kurz waren. Mindestens einmal am Tag schaut sie momentan bei ihrer Mutter vorbei.

„Was soll ich denn mit Peine oder Ilsede anfangen?“, fragt sie. „Da muss ich doch immer mit dem Auto hinfahren und kann nicht einfach mal schnell rübergehen. Ich mache Mutti doch auch die Wäsche selbst. Ich bin wirklich verzweifelt.“

Ein anderes Heim ist für Bonfert darüber hinaus eine Kostenfrage: „Egal wohin es geht, muss ich wohl mindestens mit 200 Euro im Monat Mehrkosten rechnen.“

Allerdings seien die Preise auch in den vergangenen Jahren in der Adlerstraße häufig angehoben worden – obwohl kaum etwas in die Gebäudesubstanz investiert worden sei. Lediglich die Treppenlifte seien zuletzt nachgerüstet worden.

mic

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