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Tatvorwurf schwere Körperverletzung: Mit Arbeitsschuh ins Gesicht getreten?

Peine Tatvorwurf schwere Körperverletzung: Mit Arbeitsschuh ins Gesicht getreten?

Peine. Eine geplatzte Lippe soll ein 57 Jahre alter Mann aus Peine verursacht haben, als er nach Schichtende einem Arbeitskollegen (35) ins Gesicht getreten haben soll. Vor dem Peiner Amtsgericht bestritt der Beschuldigte den Tatvorwurf der gefährlichen Körperverletzung - und wurde freigesprochen.

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Richter und Staatsanwalt waren sich einig. Zuvor hatten sie vier verschiedene Versionen einer Geschichte gehört, die sich zwar ähnelten, in den entscheidenden Punkten aber stark abwichen. So hatte der Angeklagte beschrieben, dass ihn jener Kollege schon eine ganze Weile angepöbelt habe. Obwohl er ihm aus dem Weg zu gehen versuchte, habe es doch immer wieder Schubsereien und Sprüche gegeben, die auch unter die Gürtellinie gegangen seien.

Auch habe der Geschädigte mit Dingen nach ihm geworfen. Ein Gespräch beim Betriebsleiter habe nichts gebracht, der riet ihm nur, sich von dem Lästerer fernzuhalten. An jenem Abend im August 2013 sei der andere nach Spätschicht-Ende noch auf dem Firmengelände auf ihn losgegangen und habe ihn geschubst und beleidigt. Er selber habe ihn nur zurückgeschubst. „Ich kann gar nicht zutreten, ohne mich festzuhalten, denn ich habe eine Beinprothese. So hoch komme ich schon gar nicht“, sagte der Angeklagte zum Vorwurf der Tritte ins Gesicht.

Nach der Version des Geschädigten (35) hatten sich die beiden auf dem Firmenparkplatz verabredet, „um die Sache zu klären“. Mit den Worten „Jetzt kriegst du Schläge“ sei der Angeklagte auf ihn losgegangen. Er selbst habe sich geduckt und Tritte von schweren Arbeitsschuhen mit Stahlkappe kassiert, dabei sei es zu einer heftig blutenden Platzwunde innen an der Lippe gekommen.

In Version drei ging ein Produktionshelfer (19) dazwischen, als er sah, wie seine Kollegen sich angingen. Sie hätten sich sofort getrennt, Verletzungen und Blut habe es nicht gegeben. „Sie haben sich nur geschubst“, gab er als Zeuge zu Protokoll.

Version vier setzt ein, als alles vorbei ist: Als ein Staplerfahrer das Gebäude verließ, stand dort der Geschädigte mit blutiger Lippe, während der Pförtner die Polizei alarmierte. Er selbst fuhr das Opfer zur Polizei, das einen deutlichen Riss in der Unterlippe gehabt habe - aber an der Außenseite.

hui

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