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„Tatort Peine“: Lesung forderte starke Nerven

Berkum „Tatort Peine“: Lesung forderte starke Nerven

Berkum. Die etwa 80 Besucher im Dorfgemeinschaftshaus Berkum brauchten starke Nerven, als der Peiner Autor Bernd Jankowski aus seinem Buch „Tatort Peine“ gemeinsam mit dem ehemaligen Vorsitzenden Richter des Schwurgerichts Hildesheim, Ulrich Pohl aus Hohenhameln, verschiedene Verbrechen vorstellte.

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Das Foto (v.l.) zeigt den früheren Richter Ulrich Pohl, Moderator Holger Brandes und Autor Bernd Jankowski.

Quelle: Antje Ehlers

Pohl war in viele der verschiedenen Gerichtsverfahren eingebunden und hatte durch seine juristische Beratung einen großen Anteil am Buch. Eingeladen zu der besonderen Buchbesprechung hatte Klaus José vom Bürgerverein Berkum.

Schon bei der Vorstellung der ersten Tragödie, der vierfachen Kindstötung in Ilsede 2012, ging ein bestürztes Raunen durch das Publikum. Pohl berichtete sehr ausführlich, wie es zu den Taten kommen konnte, wie sie sich abgespielt haben und begründete, wie es zum von ihm gefällten Urteil von 15 Jahren Haft mit Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung gekommen ist.

Jankowski stellte einen „fast perfekten (Raub-)Mord“ aus den 1950er-Jahren an einem betagten Rentner in Ölsburg vor, der nur durch dessen Tick, sich alle Nummern der Geldscheine, die er besaß, zu notieren, aufgeklärt werden konnte. Auch der Mord an der damals 17-jährigen Yasmin Stieler in Vechelde, der Fall war jüngst aus Gründen einer möglichen Verjährung wieder in den Medien präsent (die PAZ berichtete), wurde ausführlich besprochen. Die Zuschauer hatten die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen oder Anmerkungen zu machen. Dies wurde rege genutzt, und es entstand eine lebhafte Diskussion. Pohl erläuterte immer wieder juristische Fachbegriffe, um das Rechtswesen den Anwesenden näher zu bringen und berichtete lebhaft aus seiner Berufspraxis.

Allerdings ging das Thema einigen Besuchern zu nahe, nach der Pause kehrten nicht alle wieder auf ihre Plätze zurück. „Es ist unheimlich interessant, aber mir wäre lieber gewesen, wenn die Fälle nicht so aus der Nähe wären“, fasste Heinrich Kolshorn aus Berkum die Meinung mehrerer Gäste des unterhaltsamen Abends zusammen.

Statt eines Eintrittsgeldes wurde um eine Spende für die ehrenamtliche Arbeit des Weißen Rings erbeten, eine beträchtliche Summe kam zusammen.

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