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Tarrey: 20 spannende Jahre bei der Stadt Peine

Peine Tarrey: 20 spannende Jahre bei der Stadt Peine

Peine. Ein kleines „Dienstjubiläum“ konnte jetzt Hans-Jürgen Tarrey feiern: Der Erste Stadtrat steht mittlerweile seit 20 Jahren im Dienst der Stadt Peine. 1993 wurde er zunächst Leiter des städtischen Hochbauamtes, sechs Jahre später Stadtbaurat und 2005 allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. „Die Zeit ist schnell vergangen, es waren interessante und spannende Jahre“, blickt der 52-Jährige zurück.

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Stadtbaurat Erster Stadtrat Hans-Jürgen Tarrey Stadt Peine

Quelle: Michael Lieb

Während ihn damals gleich nach Amtsantritt als Projektleiter der Bahnhof und sein Umfeld beschäftigte, ist es heute, 20 Jahre später, eine andere Großbaustelle: Die Hertie-Brache. „Ich denke, dass es im Fall des City-Centers, beziehungsweise Hertie auf jeden Fall zu einem Strukturwechsel kommt, wobei die Zukunft vermutlich nicht ausschließlich in Handelsnutzungen liegen wird. Was möglich ist, muss der ausgeschriebene Investoren-Wettbewerb zeigen. Die Palette ist auf jeden Fall breit. Und wichtig wird die städtebauliche Integration werden. Das wäre auch eine gute Möglichkeit, den Wohnstandort Innenstadt wieder attraktiver zu machen“, sagt Tarrey.Die Stadt hatte das ehemalige Hertie-/City-Center-Areal kürzlich erworben und will es nun neu beleben.

Als große Herausforderungen im Baubereich sieht Tarrey in den nächsten Jahren darüber hinaus den Strukturwandel der zum Teil leer stehenden Mälzereien, die sich in Innenstadtlage befinden. „Aber auch die Energiewende wird uns beschäftigen. Die Diskussion darüber findet zwar auf Bundesebene statt, aber die Realisierung ist verbunden mit der Planungshoheit der Kommunen, insbesondere was die Ausweisung von von Flächen für Photovoltaik und Windkraftanlagen anbelangt“, sagt Tarrey.

Doch zurück in die Vergangenheit: Der Bahnhofsneubau vor 20 Jahren war für Tarrey eine mindestens genauso große Herausforderung. „Dass eine Kommune antritt und einen alten Bahnhof abreißen und einen neuen bauen will, war auf jeden Fall außergewöhnlich“, erinnert er sich. Immerhin galt es, das komplette Umfeld neu zu gestalten und sich mit der Bahn sowie weiteren Anliegern zu einigen. Da das Projekt auch viele Fachbereiche bei der Stadt Peine betraf, lernte Tarrey so die Verwaltung recht schnell kennen.

Zu seinen wichtigsten Projekten, an denen er mitwirkte, zählt er weiterhin die Planung und den Bau der Ostumgehung, inbesondere auch der Stahlwerksbrücke. „Dabei muss man bedenken, dass die Brücke bei laufendem Bahn- und Stahlwerksbetrieb gebaut wurde.“ Die Liste der kleinen und großen Baustellen, die Tarrey in den vergangenen 20 Jahren begleitete ist lang.

Heute kann er heute ganz offen sagen, dass die Aufgaben auf jeden Fall sehr viel interessanter waren, als er es sich vor Dienstantritt vorgestellt hatte. Denn nach Abschluss seines Studiums der Architektur an der Technischen Universität Braunschweig 1988 hatte Tarrey eher eine Karriere als Entwurfsarchitekt in einem freien Büro im Auge.

Doch dann war es eine der Gelegenheiten, von denen er gern spricht, die Tarrey zunächst als Baureferendar zur Deutschen Bundespost brachte. Insgesamt arbeitete er fünf Jahre in verantwortlichen Positionen bei der Post mit Stationen in Hamburg und zuletzt in Berlin als Referatsleiter Hochbau. Dass sich Tarrey 1993 dafür entschied, zur Stadt Peine zu wechseln, hatte auch private Gründe. „Meine Frau und ich wollten gern wieder zurück in die Nähe unsere Heimat“, sagt Tarrey, der gebürtiger Braunschweiger ist.

Nach einer Zwischenstation in der Kernstadt baute er für seine Familie ein Haus in Dungelbeck. Diesen Schritt hat er nie bereut: „Ich mag Peine und Dungelbeck, es ist ein angenehmes Lebensumfeld mit netten Menschen.“ Und das genießt er, wenn es die Zeit neben dem Beruf zulässt: Tarrey bewegt sich gern in der näheren Umgebung von Dungelbeck - mal mit Familie oder allein, mal mit dem Fahrrad, zu Fuß und „leider zu selten“ joggend. Ein weiteres Hobby ist die Fotografie. Außerdem liest er gern „Biografien von Menschen, die große Umbruchzeiten erlebt haben“. Zuletzt hat er die Autobiografie von Marcel Reich-Ranicki verschlungen: „Absolut spannend und interessant. Am menschlichen Erleben werden Wandlungen der Geschichte und der Werte spürbar und verständlich, in allen Ausprägungen, negativ und positiv.“

Begeistern kann sich Tarrey auch für den vor dem Aufstieg stehenden Fußball-Zweitligisten Eintracht Braunschweig. Überhaupt mag er Mannschaftsspiele, auch wenn es um Politik geht: „Nach 20 Jahren muss ich auch einmal Danke sagen für die gute Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Stadtrates und der Ortsräte. Bei diesem Mannschaftsspiel geht es eben auch mit fairen Mitspielern besser.“

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