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TV-Doku: Markus Lanz mit Sally Perel

Peine TV-Doku: Markus Lanz mit Sally Perel

„Du sollst leben!“: Mit diesen Worten verabschiedete die Mutter von Sally Perel ihren Sohn, den Hitlerjungen Salomon aus Peine, auf der Flucht vor den Nazis. Worum geht es?

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Im Gespräch: Markus Lanz (links) und Salomon, genannt Sally, Perel, im Juli 2014. Seinerzeit entstand die Idee, eine Dokumentation zu drehen.

Quelle: oh

Peine. "Du sollst leben!“ ist auch der Titel einer ZDF-Dokumentation des bekannten TV-Moderators Markus Lanz, der im Februar mit dem gebürtigen Peiner Sally Perel auch in der Fuhsestadt drehte. Jetzt steht der Sendetermin fest: Die 75 Minuten lange Doku läuft am Mittwoch, 6. Mai, ab 23.15 Uhr im ZDF.

Lanz hatte den 89-Jährigen Holocaust-Überlebenden im Juli 2014 kennengelernt. Damals war Perel in der Talkshow von Markus Lanz zu Gast. Für die Dokumentation ist Lanz in die Rolle des Reporters geschlüpft und hat insgesamt drei Überlebende des Holocaust begleitet. Sally Perel war der erste Zeitzeuge, mit dem Lanz Orte der Erinnerung aufsuchte.

In Peine drehte das Team am Elternhaus von Sally Perel am Damm, dort hatte Perels Vater ein Geschäft für Schuhe, und am benachbarten Luisenhof. „Wir sind dann weiter bis zur Wallschule“, sagte Perel der PAZ.

Weitere Drehorte für die Dokumentation waren in Braunschweig an der ehemaligen Schule der Hitler-Jugend. Zudem suchte Markus Lanz mit Perel das ehemalige Ghetto in Lodz (Polen) auf und das Grab des Vaters, das ebenfalls in Lodz ist. Diese Gespräche mit Zeitzeugen seien ganz wichtig, sagte Lanz jüngst der Jüdischen Allgemeinen: „Im Geschichtsunterricht waren die Fotos all dieser Menschen immer nur schwarz-weiß - und damit sehr weit weg, wie aus einer längst vergangenen Zeit.“ Im direkten Kontakt, wenn man die tätowierte Nummer auf dem Unterarm sehe, „wird das alles plötzlich sehr lebendig, plötzlich ist es ganz, ganz nahe“.

Besonders bewegend war für Perel bei den Dreharbeiten der Besuch des Ghettos in Lodz. Dort sah er zum ersten Mal das Haus wieder, in dem damals seine Eltern gelebt hatten. „Ich habe dort mit Markus Lanz ein sehr langes und trauriges Interview geführt“, sagte er. Perel zeigte sich beeindruckt, mit wie viel Gefühl es dem Moderator gelungen sei, die bewegenden Erinnerungen aus ihm heraus zu holen.

pif

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