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Susanne Uhlen glänzte im Krimiklassiker

Peine Susanne Uhlen glänzte im Krimiklassiker

Peine. Jetzt wollte sie es aber mal wissen! Susanne Uhlen, seit Jahrzehnten von Fernsehen und Theater nicht mehr wegzudenken, ist auch auf der Peiner Bühne ein beliebter Star. Nun adaptierte sie als Regisseurin für die Komödie am Bayerischen Hof den Hollywood-Klassiker „Warte bis es dunkel ist“ für die Bühne und übernahm auch gleich noch die Hauptrolle.

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„Warte, bis es dunkel ist“: Susanne Uhlen in einer Szene mit Ralf Komorr.

Quelle: kn

Krimi-Fans wissen es natürlich: 1967 klopfte Audrey Hepburn als blinde Susy ihre Karriere fest. Da lehnen sich Theaterfreunde und Liebhaber des nervenaufreibenden Thrillers gleichermaßen erwartungsvoll zurück - und erleben ein Kammerspiel, das hart auf der Kante der Filmvorlage genäht ist.

Es geht um eine (mit Diebesgut gefüllte) Puppe, die in Susys Wohnung zwischengelagert wird und Gangster auf den Plan ruft, die vor nichts zurückschrecken, um an das Diebesgut zukommen.

Um es vorwegzunehmen: Die Uhlen ist als blinde Susy zwar keine zweite Hepburn, aber absolut überzeugend: zart, charmant, bezaubernd wehrlos. Und sie steht im blutigen Showdown mit dem Psychopathen Harry Roat (Sebastian Goder) der Filmvorlage kaum nach.

Dass die Nerven im Parkett bei diesem Hitchcock-Klassiker, der nicht von Hitchcock ist, nicht dauerhaft blank liegen, liegt an Uhlens Kollegen, die sie samt und sonders mühelos an die Wand spielt. Pascal Breuer und Torsten Münchow als jene kleine Ganoven, die sich auf einen Pakt mit dem Teufel einlassen und daran zugrunde gehen, bremsen das Stück eher aus.

Das fürchtet man schon in den ersten 25 Minuten, als die beiden mit Sebastian Goder als Harry Roat allein agieren und manch Zuschauer mit schweren Augenlidern kämpft. Goder indessen präsentiert sich in seiner Rolle als geisteskranker Sadist in der Schluss-Szene als zu vernachlässigende Kopie des „Jokers“ aus den jüngsten Batman-Verfilmungen. Apropos Joker: als echter Glücksfall kommt Nina Himmelreich als naive Gloria daher, die der Uhlen hübsch unschuldig und daher erfolgreich zuspielt.

Die meisten Szenen spielen im möblierten Bühnenhintergrund und müssen so eine zusätzliche Hürde zum Parkett überbrücken; mit unterdrückten Lachern wird von dort auch noch Breuers Bühnentod und Fall ins Sofa quittiert. Die Uhlen spielt sich unterdessen buchstäblich die Seele aus dem Leib, brüllt, bettelt, weint, kämpft: furios und makellos. Bravo!

uj

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