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„Supergute Tage“ beleuchtete das Thema Autismus

Peine „Supergute Tage“ beleuchtete das Thema Autismus

Peine. Ein Höhepunkt gleich zu Beginn der Peiner Theatersaison: Das Ensemble des Jungen-Theaters Bonn spielte gestern Vormittag in den Peiner Festsälen das mehrfach preisgekrönte Stück „Supergute Tage - oder die sonderbare Welt des Christopher Boone“ nach dem Roman von Mark Haddon.

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Viele junge Gäste besuchten das Theaterstück „Supergute Tage - oder die sonderbare Welt des Christopher Boone“ in den Peiner Festsälen.

Quelle: Foto: Grit Storz

Peine reihe sich damit in die Aufführungsorte des Stückes wie den Broadway in New York oder einigen renommierten Theatern in London ein.

Was ist normal und wie gehen wir mit „Anderssein“ um? Die knapp zweistündige Inszenierung von Lajos Wenzel versuchte Antworten dazu zu finden.

Der Zuschauer tauchte in die Welt des Asperger-Autisten Christopher ein: Konfrontiert mit dem Mord am Nachbarshund versucht sich der in der für ihn völlig fremden angstmachenden „normalen“ Welt als Detektiv, um den Hundemörder zu finden. Nicht ahnend, das dabei seine bislang durch seinen Vater geschaffene heile Welt völlig aus den Fugen gerät und er ungewollt jede Menge Geheimnisse erfährt.

Mit tollen stilistischen Mitteln baute die Handlung Spannung auf. Ein modernes Bühnenbild, das mit wenigen Handgriffen immer wieder gewandelt wurde, technische Effekte, die die Handlung unterstrichen, bewusst machten oder auch Sprünge im Geschehen erlaubten, unterstützte das großartige, sehr echte Spiel des Hauptdarstellers Ferdi Özten. Die Zuschauer wurden durch die Hintergrunderzählungen quasi in seinen Kopf versetzt, hörten seine Gedanken und konnten so versuchen zu verstehen, wie rational er das Geschehen sieht. Der Dialog zwischen Vater und Christopher: „Steck deine Nase nicht in anderer Leute Angelegenheiten. - Ja, ich werde versuchen herauszufinden wer den Hund getötet hat!“, war nur eines von vielen Beispielen, wie zwischenmenschliche Missverständnisse entstehen können.

Grandios auch der stakkatohafte Sprachstil Christophers, der sich immer noch steigern ließ und genaues Zuhören verlangte. Die handelnden Personen neben ihm verfielen manchmal in scheinbare Jugendsprache, was bei dem Publikum - das übrigens hauptsächlich aus Schüler der 7. bis 9. Klassen unterschiedlicher Schulen bestand - für Heiterkeit sorgte. Inwieweit diese das Theatererlebnis würdigten, war sehr unterschiedlich. Teils gebannt, teils gelangweilt, schien das sehr komplexe Stück manche Besucher zu überfordern. Die, die sich darauf einließen, hatten hingegen ein wirklich tolles Theater-Erlebnis.

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