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Super-Grits One-Woman-Show:Boettcher belustigte das Peiner Publikum

Peine Super-Grits One-Woman-Show:Boettcher belustigte das Peiner Publikum

Peine. „Das Theater ist ein Spiel für Kinder, das man auch mit weißen Haaren noch spielen kann“, schwärmte einst der italienische Theaterguru Giorgio Strehler. Grit Böttcher, jüngst 76 Jahre alt geworden und seit Jahrzehnten zu Hause auf den Brettern, die die Welt bedeuten, ist so eine. Sie liebt das Publikum, das Publikum liebt sie - und die Peiner wohl ganz besonders.

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Turbulente Szenen in den ausverkauften Peiner Festsälen: „Omma Superstar“ mit Grit Böttcher kam beim Publikum hervorragend an.

Quelle: im

Die bedenken sie als „Omma Superstar“ in den ausverkauften Festsälen gleich mit Auftrittsapplaus. Und Strehlers Theaterweisheit beweist sich besonders an der Böttcher: Theaterspielen hält jung. Man nimmt sie im Parkett tatsächlich gut zehn Jahre jünger wahr. Und „Super-Grit“ weiß, was sie ihrem Publikum schuldig ist: einen belustigenden Theaterabend ohne Sorgen. Je oller desto doller, könnte man sagen, wenn sie im Tutu den „sterbenden Schwan“ mimt und bei Turnübungen am zur Ballettstange umfunktionierten Besenstiel die Beine streckt und sich rollengemäß dabei verkantet. Gelernt ist gelernt: Sie rezitiert im Rampenlicht ihren Goethe und spricht darüber hinaus auch immer wieder das Publikum an. Und man merkt schnell: Regisseur René Heinersdorf hat eigentlich eine One-Woman-Show inszeniert - anstandshalber mit ein bisschen Theater und ein paar Schauspieler-Kollegen drum herum.

Das sind beispielsweise Ralf Berg und Werner Michael Dammann als Böttchers Bühnenschwiegersohn- und Enkel, die sich übrigens sehr lustig und mit netten Gags verkaufen. Bemerkenswert ist auch die witzige Seite von Manfred Stecher, der als ausgeflippter Reporter jene im Publikum Lügen straft, die ihn als smarten Bösewicht in die Pilcherschublade gesteckt haben. Visueller Faszinationspunkt im Bühnengerangel ist allerdings Nicole Belstler-Boettcher als Bühnentochter mit blonder Löwenmähne und wunderbar süffig-dunkler Stimmlage. Sie ist ja auch in Wirklichkeit Böttchers Tochter und damit lebender Beweis für die These, dass sich Schauspieltalent und Leidenschaft in der nächsten Generation fortsetzen kann aber nicht muss. Mutter Böttcher hingegen lässt indessen ein bisschen üppig den Star raushängen: Nach dem Schlussapplaus verabschiedet sich per Handschlag und sogar Küsschen vom Publikum, als wäre es für immer. Dabei hatte sie doch zuvor noch gesanglich mit ihrem Lebensalter kokettiert „Mit 70 fängt das Leben erst an“.

Theater ist eben auch ein Spiel für Kinder mit weißen Haaren...

uj

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