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Sundernschießstand ab August gesperrt

Peine Sundernschießstand ab August gesperrt

Peine. Eine gute Freischießen-Tradition ist in Gefahr: Ab August wird der Sundernschießstand gesperrt. Gelingt bis 2013 keine Sanierung, muss das Schießen um die Freischießen-Majestäten woanders stattfinden. Rund 75000Euro werden gebraucht. Das Rettungskonto weist zurzeit 17283,25 Euro auf.

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Sammeln Geld für die Sanierung des Sundernschießstandes: Die Bürgerschaffer Hans-Peter Männer (l.) und Thomas Weitling.

Quelle: Andre Ziegenmeyer

„Dabei geht es nicht nur um das Königsschießen“, sagt Bürgerschaffer Thomas Weitling. 15 Vereine wie der SV Telgte und Institutionen wie Polizei und Jägerschaft nutzen zusätzlich zu den sieben Freischießen-Korporationen den Schießstand im Schatten des Stederdorfer Luhberges. Für Großkaliber auf der 100-Meter ist das Schießen bereits seit November untersagt. Für Kleinkaliber mit denen beispielsweise beim Freischießen geschossen wird, gibt es noch eine Sondergenehmigung.

„Das Problem ist der Kugelfang“, sagt Weitling. Für die Sondergenehmigung müssen Auflagen erfüllt werden. „Wir stellen für das Schießen einen speziellen Kugelfang auf, sogenannte Schnecken“, sagt der Bürgerschaffer. Für die Genehmigung ist die Stadt Peine zuständig, die von einem unabhängigen Gutachter beraten wird.

Die Holzkonstruktion des Kugelfangs stamme vermutlich aus den 1950er Jahren und ist mittlerweile arg mitgenommen. Besonders teuer: Die Erde muss ausgekoffert und fachgerecht entsorgt werden. Der neue Kugelfang soll dann auf einem gegossenen Fundament stehen und gemauert werden.

Trotz großer Anstrengungen ist der große Wurf noch nicht gelungen. Der Förderverein Sundernschießstand (Konto-Nummer 83069799 bei der Kreissparkasse Peine, BLZ: 25250001) hat zurzeit rund 200 Mitglieder. In den kommenden Wochen sind weitere Aktionen zur Rettung des Schießstandes geplant: Die Königsrunde spendet den Erlös des Königszapfens am Samstag, 28. April, an den Förderverein und einige Geschäftsleute organisieren eine Mai-Party am Montag, 30. April für den Erhalt des Schießstandes. Weitling: „Das wird aber nicht reichen.“

pif

HINTERGRUND

Königsschießen des Freischießens

Vor dem Zweiten Weltkrieg wurden die Freischießen-Könige Am Bauhof ausgeschossen. Der Name der Parallelstraße zeugt vom Standort: Am Scheibenstand. Das Gelände war den Korporationen überlassen. Im Mai 1946 wurde der Erbbauvertrag allerdings gekündigt. Die ersten Könige nach dem Krieg wurden 1949 in der Halle der Bodenstedtschule ausgeschossen. Ab 1952 fand das Schießen auf dem Gelände der Zimmerei Bartels an der Woltorfer Straße statt. Der Schießstand am Sundern wurde von der Militärvereinigung genutzt, musste 1932 beim Autobahnbau aber aufgegeben werden. 1934 entstand der neue Sundernschießstand, der seit 1956 von den Korporationen genutzt wird.

pif

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