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Südlink-Stromtrasse: 100 Landwirte mit Traktoren bei Protestaktion

Stromautobahn Südlink Südlink-Stromtrasse: 100 Landwirte mit Traktoren bei Protestaktion

Mit Treckern und einer Lichterkette haben Landwirte im Kreis Peine am Montagabend auf die Auswirkungen der geplanten unterirdischen Stromtrasse Südlink aufmerksam gemacht. Rund 100 Grundbesitzer beteiligten sich an der Aktion.

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Auf dem Gut Schwicheldt trafen sich zahlreiche Peiner Landwirte zu einer Protestaktion.
 

Quelle: Michael Lieb

Kreis Peine.  Mit Treckern und einer Lichterkette haben rund 100 Landwirte aus dem Kreis Peine auf die Auswirkungen der geplanten unterirdischen Stromtrasse Südlink aufmerksam gemacht. Der mögliche Trassenverlauf wurde bei Einbruch der Dunkelheit mit beleuchteten Traktoren nachgestellt.

Kreislandwirt Wilfried Henties betonte am Rande der Demo auf dem Gut Schwicheldt noch einmal, dass es nicht darum gehe, das Projekt zu verhindern, sondern um die Art der Ausführung – und um eine angemessene Entschädigung für die Landwirte.

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Im Landkreis Peine haben am Montagabend rund 100 Landwirte auf die möglichen Nachteile der geplanten unterirdischen Stromtrasse hingewiesen.

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Die Stromautobahn soll über 350 Kilometer von Stade im Norden bis an die thüringische Landesgrenze im Eichsfeld gehen. Im Kreis Peine führt sie nach derzeitigem Stand durch die Gemarkungen Oelerse, Vöhrum, Schwicheldt, Hofschwicheldt, Solschen und Adenstedt.

Henties befürchtet, dass die vom Netzbetreiber Tennet angedachte Bauweise irreparable Schäden in den landwirtschaftlich genutzten Flächen anrichten könnte. „Hier soll in etwa so viel Erdmasse bewegt werden, wie es für den Bau des Mittellandkanals notwendig war. Dabei gibt es längst modernere Techniken, die mit 80 Prozent weniger Erdbewegung auskommen. Wir fordern, dass mit der Fläche sparsam umgangen wird.“ Darüber hinaus fordern die Landwirte wiederkehrende Zahlungen für den Bodeneingriff, denn es seien durchaus Beeinträchtigungen zu erwarten, etwa durch höhere Temperaturen im Boden wenn Strom durch die Erdkabel fließt. Ernsthafte Probleme könne es beispielsweise beim Anbau von Kartoffeln geben.

Henties sagt: „Es kann auch nicht sein, dass eine gewinnorientiert arbeitende Firma wie Tennet vom Staat eine feste Rendite zugesichert bekommt und wir am Ende leer ausgehen.“

Henties erklärte, dass das Verfahren deutlich beschleunigt werden könnte, wenn der Netzbetreiber Tennet die Forderungen der Landwirte erfüllen würde. Ansonsten müssten einige „dicke Bretter gebohrt werden“. Fest steht laut Henties: „So wie die Trasse bisher im Landkreis Peine geplant ist, werden wir es uns nicht gefallen lassen.“

Die Forderungen des Kreislandwirtes sind auch Bestandteil eines Zehn-Punkte-Papiers des Landvolks Niedersachsen, das am Montag offiziell vorgestellt wurde. Gefordert wird darin auch, dass die landwirtschaftlichen Flächen uneingeschränkt nutzbar bleiben. Henties sagte: „Mit unseren Aktion wollen wir anregen, sich sachgerecht mit dem Thema zu befassen.“

Von Michael Lieb

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