Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Südlink: Landwirte fordern dauerhaften Ausgleich

Stromtrasse durch den Landkreis Peine Südlink: Landwirte fordern dauerhaften Ausgleich

Im Landkreis Peine wären bis zu 60 private Grundstückseigentümer von der geplanten Erdkabel-Stromtrasse Südlink (PAZ berichtete) betroffen. Die große Mehrheit davon sind Landwirte im Stadtgebiet Peine sowie in den Gemeinden Edemissen, Ilsede und Hohenhameln. Für den Eingriff in ihre Böden fordern sie gerechten Ausgleich.

Voriger Artikel
„Night of the Dance“: Mix aus Tanz und Akrobatik
Nächster Artikel
Nach Feuer: Penny-Supermarkt weiter geschlossen

So wie hier in Nordrhein-Westfalen durch Kunststoffrohre könnten die Stromkabel auch im Kreis Peine verlegt werden.

Quelle: Archiv

Kreis Peine. Die Rede ist von dauerhaften Pachtzahlungen - zusätzlich zur bislang angedachten Einmal-Entschädigung.

Kreislandwirt Wilfried Henties machte gestern im PAZ-Gespräch deutlich, dass die vorgesehene Erdverkabelung zu massiven Beeinträchtigungen in den seit Jahrtausenden gewachsenen Böden führe. Bedenklich sei vor allem die von den Kabeln ausgehende Erwärmung des Bodens, was zu erhöhten Verdunstungs- und Austrocknungsraten führen könne. Eine forstwirtschaftliche Nutzung werde gänzlich unmöglich. Drainage-Leitungen könnten Schaden nehmen und darüber hinaus seien in bestimmten Abständen Revisionsschächte vorgesehen, für die es aber keine angemessenen Ausgleichsflächen gebe.

Henties wies darauf hin, dass die Landwirte nicht grundsätzlich gegen die Stromtrasse seien, denn schließlich seien sie zum Teil selbst Energieproduzenten und der Strom müsse auch irgendwie transportiert werden. „Es kann aber nicht sein, dass ein privatwirtschaftliches Unternehmen wie der Netzbetreiber Tennet mit unserem Eigentum Geld verdient und wir davon nichts abbekommen“, sagt Henties. Nach seinen Informationen sollen die Kabel (sechs Stück nebeneinander) in zwei Meter Tiefe verlegt werden. Dazu müsse ein 50 Meter breiter Korridor ausgebaggert werden. Während der Bauphase soll jeweils eine Baustraße angelegt werden. Geplant sei aktuell eine einmalige Aufwandsentschädigung pro Quadratmeter für die genutzten Flächen. Doch die Landwirte wollen eben dauerhaft beteiligt werden.

Das Verfahren zur Realisierung von Südlink geht nun in die Detailplanung. Die Landwirte sind bereits im Gespräch mit dem Netzbetreiber Tennet. Henties: „Wir sind misstrauisch, was auf uns zukommt. Da es um unser Eigentum geht, werden wir bei den Verhandlungen sehr genau hinschauen und unsere Forderungen klar formulieren.“ Auch die Frage nach später möglichen Folgeschäden durch die Kabel müsse geklärt werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Peine

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

157d6b0e-8102-11e7-8a9d-ecf16cf845db
„Begehbare Kunst!“: Impressionen von der Vernissage

In seinem Atelier 53 in Groß Ilsede interpretiert Fritz Lutz mit Teppichstücken Werke namhafter Künstler.

Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung