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Studie: Auch junge Menschen sind einsam

Peiner Psychotherapeutin gibt Tipps Studie: Auch junge Menschen sind einsam

Einsamkeit? Das wird doch erst im Alter ein Problem. Wenn die Kinder aus dem Haus sind oder der Partner gestorben ist. So könnte man denken. Tatsächlich fühlen sich laut einer Studie viele Menschen Anfang 30 einsam. Die Peiner Psychotherapeutin Dr. Marion Tacke kennt sich mit diesem Phänomen aus.

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Einsamkeit: Auch viele Männer und Frauen Anfang 30 sind davon betroffen.

Quelle: Nancy Heusel

Peine. Zunächst zur Studie: Die Ruhr-Universität Bochum hat 16 132 Personen befragt. Ergebnis: Besonders Menschen zwischen 30 und 34 Jahren oder über 65 Jahren fühlen sich einsam. Dass sich viele in der jüngeren Altersgruppe einsam fühlen, hat die Forscher überrascht. „Es könnte daran liegen, dass viele dann in der ‚Rush Hour des Lebens‘ sind: Kinder, Aufstieg im Job, Hausbau, auf viele prasselt dann alles gleichzeitig ein“, sagt Professor Maike Luhmann, die die Studie betreut hat. Für Freunde bleibe kaum Zeit. Eine andere Erklärung könnte sein, dass viele als Singles leben.

Und: „Oft kommt es auch vor, dass sich jüngere Menschen im Rahmen von Trauer zurückziehen“, weiß Dr. Tacke. Ältere Menschen seien im Umgang damit oft gefestigter.

Auf längere Sicht könne Einsamkeit die Lebenszufriedenheit stark beeinträchtigen. Man habe herausgefunden, dass Menschen, die chronisch einsam sind, krank werden. Typisch für solche Menschen seien Gedanken wie „keiner mag mich.“ Die einen nähmen ihr Umfeld dadurch als bedrohlich wahr. „Andere suchen in Medikamenten, Alkohol oder in Essen eine Ersatzbefriedigung“, erklärt Tacke. Im schlimmsten Fall führe Einsamkeit zu Depressionen oder Angststörungen.

„Gibt es aber die Bereitschaft, darüber zu sprechen, ist allein das Gespräch für den Betroffenen häufig schon sehr entlastend. Oft fühlt man sich dann besser aufgehoben. Und zusammen kann man auch überlegen, welche Wege es gibt, um weniger einsam zu sein“, erklärt Tacke. Das könne zum Beispiel sein, dass man versucht, neue Menschen kennenzulernen - etwa über einen Chor oder einen Sportverein. Freunde könnten da auch unterstützen und zu ersten Treffen mitgehen. Natürlich könnten sie den Betroffenen auch selbst zu Verabredungen oder Veranstaltungen mitnehmen.

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