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Strenges Gesetz: Peiner warnt vor Urlaub mit Hund in Dänemark

Peine Strenges Gesetz: Peiner warnt vor Urlaub mit Hund in Dänemark

Peine. Bald ist wieder Urlaubszeit und der passionierte Hundefreund Dirk Brandes (51) aus Peine macht sich Sorgen. Nicht nur um seinen Shih-tzu-Malteser-Mischling Freddy, sondern auch um Vierbeiner anderer Peiner. Grund ist das strenge Hundegesetz in Dänemark, das auch Vierbeiner von Urlaubern in Gefahr bringen kann.

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Sind in Sorge und wollen Hundefreunde vor einem Urlaub in Dänemark warnen: Dirk Brandes (links) und Ingo Nicolai mit Hündin Toni.

Quelle: js

„Wer mit seinem Hund nach Dänemark reist, muss ganz genau aufpassen“, unterstreicht Brandes. 13 Rassen sind in Dänemark verboten (siehe Info), auch Mischlinge, die einen Teil dieser Arten in sich tragen, sind vom Tod gefährdet, weiß Brandes. „In Dänemark kann jeder Polizist selbst entscheiden, welcher Hund beschlagnahmt wird“, erläutert der Peiner.

Gehört der Hund einer der verbotenen Rassen an, oder fehlen dem Halter die Nachweispapiere, dass der Hund nicht zu einer dieser Rassen gehört, kann der Vierbeiner getötet werden. „Es sind nur ein paar 100 Kilometer von hier bis Dänemark, aber Hundehalter müssen wissen: Es ist eine ganz andere Welt.“

Brandes wünscht sich, dass mehr Peiner über das schärfste Hundegesetz Europas Bescheid wissen: „Ich kann kaum ertragen, was dort passiert. Das ist Massenmord an Hunden, das ist doch schrecklich. Die machen, was sie wollen.“ Insgesamt mehr als 1800 Vierbeiner - darunter auch Welpen - wurden aufgrund des Gesetzes bereits eingeschläfert

Das findet auch Brandes’ Freund Ingo Nicolai so. Der Tätowierer ist Halter der neun Monate alten Hündin Toni, einem American Staffordshire Terrier - also einem nach niedersächsischem Recht als „Kampfhund“ klassifizierten Vierbeiner.

Brandes weiß: „Wenn Ingo mit Toni in Dänemark einreisen würde, der Hund hätte keine Chance und würde getötet.“ Eine besondere Gefährlichkeit nur wegen der Rasse lässt er nicht gelten: „Toni ist eine so süße Hündin und ganz freundlich. Es kommt nicht auf die Rasse an, sondern darauf, wie der Halter den Hund erzieht.“

Auch Nicolai selbst hofft darauf, Urlauber zu sensibilisieren - und so Hundeleben zu retten: „Dänemark wird immer als hundefreundliches Land dargestellt. Das ist es absolut nicht.“

js

Info - Das sagt der Tierschutzbund: Der Deutsche Tierschutzbund bestätigt die Vorwürfe des Peiners und hat bereits eine Warnung ausgesprochen. Barbara Rempe: „Die Empörung der Tierfreunde darüber, dass in Dänemark Hunde getötet werden, ohne dass überhaupt in irgendeiner Weise die tatsächliche Gefährlichkeit eines Tieres nachgewiesen wurde, teilen wir uneingeschränkt.“ Die Hoffnung auf Änderung besteht jedoch: „Dieses unsägliche Gesetz soll in diesem Jahr überprüft werden.“ Verboten sind folgende Rassen und Mischlinge: Pitbull, Tosa Inu, American Staffordshire, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Amerikanische Bulldogge, Boerboel; Kangal, Zentralasiatischer, kaukasischer sowie südrussischer Ovtcharka, Tornjak, Sarplaninac. Gefährdet sind bei fehlenden Papieren auch Hunde, die den verbotenen Hunden ähneln.

js

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