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Streit unter Klassenkameradinnen endete vor Gericht

Peine Streit unter Klassenkameradinnen endete vor Gericht

Peine. Zehn Stunden gemeinnützige Arbeit: So lautet das Urteil gegen eine 15-jährige Peinerin. Sie hatte ihren 20-jährigen Freund dazu angestiftet, eine verhasste Mitschülerin „mal so richtig einzuschüchtern“. Davon waren zumindest die Staatsanwaltschaft und das Gericht überzeugt. Die Jugendliche selbst stritt ab, ihren Freund - inzwischen ihr Ex-Freund - beauftragt zu haben.

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Quelle: ale

Die Tat ereignete sich im November 2014. Das heute 14-jährige Opfer bekam vom mitangeklagten 20-Jährigen eine Nachricht über Facebook. Der Inhalt: „Ich werde dich fertigmachen, dann setzt du keinen Fuß mehr in die Schule. Ich kann dich ins Krankenhaus bringen.“ Dem vorausgegangen waren Beschwerden seiner damaligen Freundin über die 14-Jährige, die mehrfach behauptet haben soll, die jetzt Angeklagte würde die Schule schwänzen, da sie von ihrem Freund verprügelt werde.

In der Verhandlung gab der 20-Jährige an: „Ich hatte die Nase voll vom Jammern und dachte, wenn sie den Mund schon nicht aufbekommt, nehme ich das in die Hand. Angestiftet hatte sie mich nicht.“ Auch die angeklagte Jugendliche sagte aus, ihren damaligen Freund nicht angestiftet zu haben.

Eine Zeugin, die zur damaligen Zeit eng mit der Angeklagten befreundet war, sagte allerdings aus: „Sie hat mir damals erzählt, dass sie jetzt einen Typen beauftragt habe, der die mal so richtig einschüchtert.“ Dieser Aussage und den Ausführungen des Opfers schenkten Staatsanwaltschaft und Gericht Glauben.

Der 20-Jährige hatte sich inzwischen zu einem Täter-Opfer-Ausgleich bereit erklärt und sich schriftlich beim Opfer entschuldigt. Ein persönliches Gespräch lehnte dieses ab. Dennoch wurden die Bemühungen positiv gewertet, sodass Staatsanwaltschaft und Gericht sich darauf einigten, ihm eine Schadenswiedergutmachung - in noch mit der Opferausgleichsstelle von Labora abzuklärender Höhe - aufzuerlegen. Für die 15-Jährige kam es etwas härter. Sie wurde zu zehn Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

„Selbstjustiz ist keine Option. Wenn Sie sich von der Geschädigten beleidigt gefühlt haben, dann hätten Sie sie anzeigen können. Aber jemanden beauftragen, das funktioniert nicht“, merkte das Gericht abschließend an. An den 20-Jährigen gerichtet waren die Worte: „Wenn Sie in Ihrem Alter bei jungen Mädchen so wie jetzt auftreten, dann haben diese richtig große Angst.“

bol

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