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Streit um Verwaltungshaus: Stadt kritisiert Kreis

Peine Streit um Verwaltungshaus: Stadt kritisiert Kreis

Kreis Peine. Neuen Ärger gibt es jetzt um die Pläne für den Neubau eines weiteren Landkreis-Verwaltungsgebäudes. Die Stadt Peine kritisiert unter anderem, dass der Kreis mehrere Gesprächstermine zu diesem umstrittenen Thema habe platzen lassen.

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Auf dem Hügel am Burgberg wollte der Landkreis Peine einen Anbau erstellen - doch es gibt dabei offenbar erhebliche Probleme.

Quelle: André Bullwinkel

Ursprünglich hatte der Kreis einen Anbau ans Hauptgebäude am Burgberg geplant, doch es gab deswegen Streit mit der Denkmalfachbehörde des Landes und der Stadt Peine. Daraufhin war ein Neubau für 100 Mitarbeiter auf dem Ilseder Hüttengelände ins Spiel gebracht worden.

Peines Erster Stadtrat Hans-Jürgen Tarrey sagt: „Die Stadt Peine hat volles Verständnis, dass die Mitarbeiter der Kreisverwaltung an einem zentralen Standort zusammengeführt und zeitnah vernünftige Büroarbeitsplätze erhalten sollen.“ Wenig Verständnis habe man jedoch dafür, „dass mehrere Vorschläge der Stadt Peine, alle Beteiligten an einem Tisch zu versammeln, von der Landkreisverwaltung ungenutzt blieben“.

Tarrey weiter: „Auch der jüngste Terminvorschlag für ein Treffen Ende Januar/Anfang Februar ist auf ausdrücklichen Wunsch von Kreisbaurat Wolfgang Gemba um drei Wochen, auf den 23. Februar, zeitlich verschoben und in einem anschließenden Schreiben sogar erheblich in Frage gestellt worden.“

Zum Zeitablauf erklärt Tarrey: „Der erste Bebauungsvorschlag an der Stelle des abgebrochenen Sitzungssaals ist nicht zustande gekommen, weil der Kreis sich nicht mit dem Amtsgericht und den Vertretern des Landes über Grenzabstände und weitere Punkte einigen konnte.“ Es sei dabei eher um „gute Nachbarschaft“ als um Denkmalschutz gegangen. Weiterer Zeitverzug sei im Rahmen der Fusionsverhandlungen mit Hildesheim entstanden, als die Pläne zurückgestellt wurden. Die Planungs- und Genehmigungszeiten seien insofern nicht allein von den Denkmalfachbehörden oder der Stadt zu vertreten, sondern zu erheblichen Teilen vom Landkreis selbst, so Tarrey.

Für eine Neubebauung im Bereich Amthof habe der Kreis bislang argumentiert, dass die Zusammenführung aller Mitarbeiter an einem Standort ein wesentliches Kriterium für die Wirtschaftlichkeit sei. Ferner habe insbesondere Landrat Franz Einhaus mehrfach gesagt, dass ein repräsentativer Sitzungssaal dort dringend benötigt werde. Der aktuelle Vorstoß, eine Außenstelle in Ilsede zu errichten, stelle diese Argumente auf den Kopf und irritiere. Ferner habe Kreisbaurat Gemba gegenüber den Denkmalbehörden erklärt, man habe alle Varianten im Umfeld der Kreisverwaltung geprüft, und es gäbe keine Alternative zu dem Eingriff in den Burghügel. Unterlagen über Alternativen habe der Kreis den Denkmalbehörden aber nie zur Verfügung gestellt.

Tarrey weiter: „Nun erklärt der Landkreis sogar in der Presse, man habe bislang auf Varianten-Untersuchungen am Burgberg verzichtet. Stattdessen werden Überlegungen über eine Alternative in Ilsede öffentlich zur Diskussion gestellt. Was soll man glauben? Geht es der Kreisverwaltung um Lösungen oder um Muskelspiele? Die Stadt Peine lädt immer noch und erneut alle Beteiligten zu einem konstruktiven Dialog an den Verhandlungstisch ein und zwar mit allen fachlich Beteiligten.“ Es sei wünschenswert, dass nach vielen Monaten endlich ein Termin zustande komme, dem sich der Kreis nicht erneut entziehe.

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Auf dem rot eingekreisten Grundstück gegenüber dem Supermarkt Lidl (oben im Bild) könnte das neue Kreishaus entstehen.

Kreis Peine. „Ja, wir prüfen als Alternative für den Kreishaus-Anbau auf dem Burgberg in Peine ein neues Kreishaus auf dem Hüttengelände in Ilsede“, sagte Kreisbaurat Wolfgang Gemba auf Anfrage der PAZ.

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