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Streik: Erzieherinnen organisierten „Flashmob“

Peine Streik: Erzieherinnen organisierten „Flashmob“

Peine. Mit einem „Flashmob“ (spontaner Menschenauflauf) in der Peiner Innenstadt ist der Streik der Erzieherinnen an kommunalen Kitas gestern in die dritte Woche gegangen. An der spontanen Aktion beteiligten sich rund 200 Mitglieder der Gewerkschaften Komba und Verdi. Ziel war es, auf die Situation der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst aufmerksam zu machen, sagte Mitorganisator Steffen Ewald.

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Flashmob in der Peiner Innenstadt.

Quelle: Michael Lieb (mic)

Die Gewerkschaften fordern für ihre Mitglieder eine bessere Eingruppierung - im Schnitt geht es um zehn Prozent mehr Lohn und Gehalt. Bei den Tarifverhandlungen mit der Arbeitgeberseite zeichnet sich auch weiterhin kein Ergebnis ab, sagte die Vorsitzende des Verdi-Ortsvereins Nanni Rietz-Heering. Deshalb könne sich der Streik noch eine ganze Weile hinziehen. In Gewerkschaftskreisen war gestern sogar von einem unbefristeten Streik bis zu den Sommerferien die Rede.

„Wir sind jetzt auf die Solidarität und das Verständnis der Eltern angewiesen. Deshalb ist es wichtig Aufklärungsarbeit zu leisten“, erläuterte Rietz-Heering. Die Streikbereitschaft der Erzieherinnen sei trotz Einkommenseinbußen nach wie vor hoch.

Um Punkt 12.30 Uhr startete gestern der „Flashmob“ in der Fußgängerzone. Die Erzieherinnen, die sich zuvor in kleinen Gruppen postiert hatten, stellten sich zu einer langen Menschenkette vom Gröpern bis zur Bodenstedtstraße auf und protestierten still für exakt zwei Minuten. Viele hatten sich Schilder mit Schlagworten wie „Vorbild“, „Einfühlungsvermögen“ oder „Lernfreude“ umgehängt.

Die Flashmob-Aktion ausgedacht hatten sich Beschäftigte aus der Kita Lummerland, berichtete Erzieherin Gülsün Dogan-Sahin. Den Kollegen sei es wichtig, im Ausstand regelmäßig auf sich aufmerksam zu machen und an ihr Anliegen zu erinnern.

Am heutigen Mittwoch ist die Gewerkschaft Verdi im Zuge des Kita-Streiks mit einem Stand vor der St-Jakobi-Kirche in der Innenstadt vertreten. Am Donnerstag sind die Mitglieder der Gewerkschaften dazu aufgerufen, mit zur Großkundgebung nach Hamburg zu fahren.

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