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Stiller Marsch gegen rechte Gewalt

Peine Stiller Marsch gegen rechte Gewalt

Rund 1000 Menschen haben gestern in der Peiner Innenstadt gegen rechte Gewalt demonstriert – die Teilnehmerzahl übertraf alle Erwartungen. Der stille Marsch vom Rathaus bis zum Rosenhagen verlief friedlich. Die Route führte vorbei an den vier Geschäften, auf die unbekannte Täter in der Nacht zum Montag Anschläge verübt hatten.

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Demo-Auftakt am Rathaus: Peines Bürgermeister Michael Kessler (l.) freute sich über die große Resonanz auf seinen Aufruf.

Quelle: cb

Peine. Bürgermeister Michael Kessler (SPD), der zu der Demo aufgerufen hatte, sagte vor dem Start am Peiner Rathaus: „Ich freue mich, dass Sie in so großer Anzahl erschienen sind, um hier in Peine ein Zeichen gegen die Gewalt von rechts zu setzen.“ 

Peine gelte als Stadt, die die Integration der Mitbürger ausländischer Herkunft stark vorangetrieben habe. „Um so bestürzter sind wir alle, dass ausgerechnet in unserer Stadt solche Anschläge passiert sind.“

Mit der Demonstration wolle man in aller Klarheit deutlich machen, „dass Nazis, Neonazis und sonstige rechte Kräfte hier nichts verloren haben und dass wir alles dafür tun wollen, die Täter zu fassen“.  Lauter Applaus unterbrach die Rede. Kessler hatte Anfang der Woche eine Belohnung für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, in Höhe von 1000 Euro ausgesetzt. Superintendentin Christa Gerts-Isermeyer sagte: „Wie erheben uns, stimmen gegen Hass und Intoleranz.“

Angeführt von Peines Politikspitze setzte sich der von Fernsehkamera-Teams (unter anderem Sat.1, RTL, NDR) begleitete Tross in Richtung Schützenstraße in Bewegung. Dort ging es vorbei am Schmuckgeschäft und am Friseursalon, in deren Schaufensterscheiben die Täter Hakenkreuze und „Jude“ eingeritzt hatten. Nächste Station war das Reisebüro Benzer. Dort hatten Unbekannte zum zweiten Mal einen Pflasterstein in die Fensterscheibe geworfen. Am Döner-Grill am Rosenhagen endete die exakt 31 Minuten lange Demo, an der zahlreiche Gruppen, darunter auch viele Senioren und Familien, teilgenommen hatten.

mic

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