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Sterbebegleitung: Müntefering sprach im Schützenhaus

Peine Sterbebegleitung: Müntefering sprach im Schützenhaus

Peine. Für über 100 Besucher hatten die Mitarbeiter des Wahlkreisbüro Gifhorn von Hubertus Heil das Schützenhaus in Peine bestuhlt und alle diese Plätze waren schon vor Beginn der Veranstaltung gefüllt.

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Der ehemalige Vize-Kanzler Franz Müntefering sprach gestern im Schützenhaus über Sterbehilfe.

Quelle: Isabell Massel

Ein Grund war mit Sicherheit das spannende und derzeit sehr aktuelle Thema der Sterbehilfe und Sterbebegleitung, ein anderer die Anwesenheit des ehemaligen Vizekanzlers, Bundesministers a.D. und Ex-SPD-Bundesvorsitzenden Franz Müntefering als Gastredner.

Den Anfang macht Heil, der im Namen aller Organisatoren die Anwesenden begrüßte, bevor er aber ins Thema einstieg, rief er zu einer kurzen Gedenkminute an die Opfer und für die Angehörigen des Anschlags in Paris auf, zu der sich der Saal erhob.

Heil stellte kurz den Ablauf des Abends vor, bevor er die weiteren Podiumsgäste neben Müntefering begrüßte: Die Fachärztin für Allgemein- und Palliativmedizin Dr. Ina Hauptmann und der Pastor der St.-Jakob-Kirchengemeinde Peine Frank Niemann.

Dann trat der ehemalige Vizekanzler nach vorne und hielt ein kurzes Impulsreferat zum Einstieg. In seinem halbstündigen Vortrag ging es um das Thema Sterben und Sterbebegleitung, „ein Thema“, so Müntefering, „dass alle betrifft und berührt, ob Jung oder Alt.“ Und damit hatte der 75-jährige ehemalige Bundesminister einen Nerv getroffen. Interessiert hörten die Anwesenden ihm zu und machten sich immer wieder Notizen.

Müntefering referierte über die sich verändernde medizinische Entwicklung und den damit einhergehenden medizinischen Wandel, der auch Auswirkungen auf die Pflege von älteren Menschen hat. Vor allem Hospizen spielten eine wichtige Rolle und wahren ein immer wiederkehrendes Thema seiner Rede.

Er sprach sich für einen Kräftigung der Palliativkräfte in Deutschland aus und fasste seine Meinung zu diesem Thema damit zusammen, dass er sagte: „Wir können mutiger an das Lebensende herantreten, als noch Generationen vor uns.“

Zum Abschluss seines Vortrages nahm er noch einmal Bezug auf die Tatsache, dass die Menschen heute eine höhere Lebenserwartung haben. Seine rhetorische Abschlussfrage dazu: „Warum das längere Leben nicht auch nutzen?“

Unter viel Applaus setzte sich der ehemalige Spitzenpolitiker wieder an seinen Platz, während Heil das Mikrofon übernahm und eine Diskussion mit den Beteiligten moderierte. Dabei wurde auch das Publikum einbezogen, das immer wieder Fragen stellte, reichlich und konstruktiv diskutierte.

Insgesamt dauerte die Veranstaltung etwas über anderthalb Stunden hatte aber sehr viele neue Kenntnisse und Einblicke in ein spannendes Thema gebracht.

jaw

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