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Stefan Birkner (FDP): „Wir brauchen auf jeden Fall konventionelle Kraftwerke“

Kreis Peine Stefan Birkner (FDP): „Wir brauchen auf jeden Fall konventionelle Kraftwerke“

Mehrum . Die Sorgen im Kraftwerk Mehrum sind groß, aber groß ist auch die Resonanz auf den „Offenen Mitarbeiterbrief“, mit dem sich der Betriebsrat an die Öffentlichkeit gewandt hat (PAZ berichtete): Gestern besuchten Dr. Stefan Birkner und Sylvia Bruns von der FDP-Landtagsfraktion das Kraftwerk, begleitet wurden sie vom FDP-Kreisvorsitzenden Holger Flöge und dem Hohenhamelner FDP-Ratsherrn Malte Cavalli.

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Ortstermin im Kraftwerk (v.l.): Kai Uwe Krauel, Vorstandsvorsitzender „BS Energy“, Dr. Stefan Birkner und Sylvia Bruns von der FDP-Landtagsfraktion, der Hohenhamelner FDP-Ratsherr Malte Cavalli, Betriebsrat Rainer Rettberg-Berkowsky sowie FDP-Kreisvorsitzender Holger Flöge.

Quelle: jti

„Wir als Betriebsrat fürchten um den Standort und die Existenz. Immerhin leben gut 250 Familien vom Standort“, sagte der Mehrumer Betriebsratsvorsitzende Rainer Rettberg-Berkowsky. Die Erlöse sinken, das Stromgeschäft würde für konventionelle Energieversorger wie das Steinkohlekraftwerk in Mehrum unwirtschaftlich. Dabei sehe man sich nicht als Gegner der Energiewende, sondern als notwendige Ergänzung, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

„Wir brauchen auf jeden Fall konventionelle Kraftwerke“, sagte auch Birkner. Die Energiewende sei mit ihren Auswirkungen in der jetzigen Form nicht zu Ende gedacht und erdrossele sich selbst. Der Grund liegt für ihn im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das diese Energien einseitig bevorzuge, „sodass sich konventionelle Kraftwerke als Rückgrat der Energiewende wirtschaftlich nicht mehr lohnen“.

Zurzeit befinde man sich im Energiebereich auf dem Weg in die Plan- beziehungsweise Staatswirtschaft, sagte Birkner. „Der Staat neigt aber dazu, auf Dauer keine effiziente Struktur vorzuhalten.“ Birkner favorisiert eine Lösung, die sich am Markt und Wettbewerb orientiere, würde aber für eine Übergangszeit eine Zwischenlösung über Subventionen für konventionelle Kraftwerke mittragen.

„Wir müssen so schnell wie möglich raus aus dem EEG“, forderte Birkner. Allerdings müsse es für bereits getätigte Zusagen Bestandsschutz geben. Das Problem: „Es gibt gewaltige Lobby-Interessen, die am EEG zerren und festhalten.“

Den Kraftwerkern bot Birkner an, in Kontakt zu bleiben und lud sie zu einem Besuch des Landtages in Hannover ein.

jti

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