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Stederdorf: So läuft der Ausverkauf beim insolventen Praktiker-Baumarkt

Stederdorf Stederdorf: So läuft der Ausverkauf beim insolventen Praktiker-Baumarkt

Stederdorf. Im Juli teilte die Baumarkt-Kette Praktiker seine Zahlungsunfähigkeit mit - das Unternehmen ist pleite (PAZ berichtete). Bestand anfangs noch die Hoffnung, dass der Standort Peine erhalten werden könne, herrschte bald traurige Klarheit: Auch der Markt an der Dieselstraße wird geschlossen. Wann genau, ist noch unklar, genauso wie die Zukunft der knapp 70 Angestellten. Jetzt lautet jedenfalls das Motto: Alles muss raus. Das gesamte Sortiment ist drastisch reduziert, Heimwerker strömen in den Baumarkt, um das ein oder andere Schnäppchen zu ergattern.

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Der Praktiker-Markt in Stederdorf schließt bald.

Quelle: A

Der Praktiker-Parkplatz ist gut gefüllt, drinnen herrscht reger Kundenverkehr. Doch so mancher muss unverrichteter Dinge wieder abziehen, denn trotz der scheinbaren Fülle sind viele Regalbretter bereits wie leergefegt.

„Es ist hier um jedes Geschäft schade, das zumacht“, sagt eine ältere Kundin. „Ich kaufe hier immer ein, seit es den Baumarkt hier gibt, demnächst muss ich für jede Schraube weit fahren“, berichtet ein betagter Herr.

Bis zu 50 Prozent sind die Waren jetzt reduziert. Einige der zielbewussten Kunden sind Handwerker, die nur zufällig in der Nähe zu tun haben. Andere schlendern auf der Jagd nach Schnäppchen durch die Gänge und vergleichen via Smartphone die Preise mit denen von Internetanbietern.

Klaus Kommnick aus Wahle hat mit einer großen Markenbohrmaschine zum kleinen Preis ein echtes Schnäppchen gemacht. Er erhält zum einen 25 Prozent Elektrogeräte-Rabatt und zum anderen auch noch einen großen Preisnachlass auf das Ausstellungsstück.

Obwohl draußen noch milde Temperaturen herrschen, hat sich seine Frau Renate in einen Keramik-Schneemann verguckt. Der kostet statt 24,95 nur noch 17,45 Euro und darf nun den Kommnickschen Eingangsbereich daheim verschönern.

Lennart geht leider leer aus. Der 13-Jährige aus Sievershausen benötigt noch eine bestimmte Lackfarbe für seinen alten Handwagen, den er als Ferienprojekt aufmöbelt. Aber davon ist nur noch eine Dose da, sodass er und sein Vater Harry Herrmann woanders suchen müssen. „Wir werden den Praktiker-Markt sehr vermissen“, sagt Herrmann.

Die Mitarbeiter bedienen weiterhin freundlich und kompetent ihre Kunden. „Es ist traurig, dass es so gekommen ist. All die Jahre hat man für dieses Geschäft gearbeitet“, sagt ein Baumarktverkäufer. Eine neue Stelle habe er noch nicht in Aussicht und beurteilt die Lage auch als chancenlos. „Wenn ein ganzer Konzern zumacht, ist der Markt gesättigt.“

Sein jüngerer, 32 Jahre alter Kollege hat die Kündigung für Ende November erhalten. „Ich werde erst einmal Bewerbungen schreiben“, sagt er.

Die Mitarbeiter sollen in eine Transfergesellschaft wechseln, wie ein Unternehmenssprecher mitteilt. Optimal wäre es, wenn in die dann leer stehenden Räumlichkeiten neue Firmen einziehen würden, die die Mitarbeiter übernehmen könnten. Beim Termin für das endgültige Aus hält sich das Unternehmen bedeckt. Das hänge vom Abverkauf der Waren ab, erklärt der Sprecher. Dies werde wohl Ende Oktober oder November der Fall sein.

hui/ck

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