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Stau auf der Zugstraße der Vögel

Kreis Peine Stau auf der Zugstraße der Vögel

Kreis Peine. Staus auf der Autobahn, zumeist nach Unfällen, sind Alltagserfahrung in unserem Raum. „Auch die Vogelwelt ist nicht frei von unfallartigen Katastrophen“, erläutert der Peiner Biologe Professor Dr. Hans Oelke. Der extreme Wintereinbruch der vergangenen Tage habe vor den Strom der aus dem Mittelmeergebiet in Richtung skandinavische, russische Brutquartiere zurückströmenden Zugvögel eine mehrere 100 Kilometer breite Schnee- und Eisbarriere gelegt.

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Wenn der Winter vorbei ist, beginnt jedes Jahr eine der größten Tierwanderungen nach Norden. Diesmal lässt die März-Kälte viele Zugvögel umkehren.

Quelle: dpa

„Es sind nicht nur Tausende von Kranichen, die im Leinetal zum Landen gestoppt sind. In den Gärten unserer Siedlungen und verstärkt in der Stadt Peine sind Schwärme von Zugvögeln erschienen.“

Ins Auge fallen die zierlichen gelbgrünen Erlenzeisige. Es sind Brutvögel der hochnordischen Taiga (Nadelwaldzone). Wie die Vogelwarte Helgoland informiert, ist die Heimat dieser Zeisige Norwegen, weniger Finnland oder die baltischen Länder. „Einige Zeisige harren inzwischen schon seit Beginn des Kälterückfalls bei uns aus. Sie pulen mit ihren spitzen Schnäbeln Samen aus Erlen- und Birkenzapfen heraus. Feine Sämereien und Bruchstücke von Kernen an den zahlreichen Futterstellen picken sie selbst am Boden ebenso begierig auf“, erklärt Oelke.

Außer Erlenzeisigen sind auch zahlreiche Buchfinken, dazwischen die hochnordischen Bergfinken, einzelne Dompfaffen und Kernbeißer zum Halten gekommen. „Was überfall fehlt, sind wie in früheren Wintern die Fichtenkreuzschnäbel.“

Im Spätherbst konzentrierten sich an den Fütterungen Kohl- und Blaumeisen, dazwischen auch zierliche Schwanzmeisen. Diese haben sich rar gemacht. Die heimischen Meisen haben inzwischen mit dem Gesang begonnen, schon Brutreviere abgesteckt und beginnen mit dem Nestbau. „Unter den verbliebenen Meisen verstecken sich aber größere Zahlen von skandinavischen und auch russischen Brütern. Das zeigte der Wiederfang einer Kohlmeise mit einem Vogelring des Museums Wilna in Litauen.“ Auch weitere Fänge von beringten Meisen aus Polen, Lettland, Estland und Russland belegten dies. Ein großer Teil dieser Meisen hat noch Zeit mit dem Rückflug. Er erreicht in etwa zwei bis drei Wochen die Brutgebiete im Osten.

„Für die Vögel in den Gärten ist die fortgesetzte Fütterung mit Sonnenblumenkernen, Meisenknödeln und auch Mischsämereien eine optimale Hilfe. Vorsicht ist gegenüber Katzen geboten“, mahnt Oelke.

jti

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