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Starkstrom: Variante 2 ist Favorit

Peine Starkstrom: Variante 2 ist Favorit

Aufgeflammt ist wieder die Diskussion über die 380-Kilovolt-Starkstromleitung von Wahle bei Vechelde ins hessische Mecklar. Jetzt wird in den betroffenen Peiner Ortsräten darüber beraten.

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Ab 2015 wird es einige hohe Strommmasten rund um Wahle geben.

Quelle: dpa/a

Peine . Insgesamt stehen fünf Trassen-Varianten für die geplante Starkstromleitung zur Diskussion. Der holländische Netzbetreiber Transpower will ab 2015 über die gut 190 Kilometer lange Leitung Strom, der von den Windrädern an der Küste produziert wird, nach Hessen und in die deutschen Ballungsgebiete transportieren.

Das wird einhellig begrüßt, doch Gegner der 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung fürchten Elektrosmog und eine Verschandelung der Landschaft. Sie fordern eine unterirdische Kabelverlegung. Aber das lehnt Transpower ab.
Bei einer Entscheidung für die Trassen 3 und 4 wären die westlichen Ortschaften der Stadt Peine – Handorf, Berkum, Rosenthal und Schwicheldt – direkt von den riesigen Strommasten betroffen. Deswegen wird jetzt in den Ortsräten darüber beraten.

Die Stadtverwaltung Peine empfiehlt laut Erstem Stadtrat Hans-Jürgen Tarrey die Variante 2 wie auch Transpower (siehe Hintergrund), denn dies sei die umwelt- und raumfreundlichste Strecke. So würden die Starkstrom-Masten nicht durch das Peiner Stadtgebiet führen. Der Verwaltungs-Ausschuss beschließt die Peiner Stellungnahme, die dann in das gesamte Raumordnungs-Verfahren aufgenommen wird.

Der Erörterungstermin wird laut der Regierungsvertretung in Braunschweig Anfang November stattfinden. Die Frist für Einwendungen, die übrigens auch Privatpersonen einreichen können, endet am 27. August. Die Unterlagen für das Raumordnungsverfahren liegen im Rathaus der Stadt Peine aus – und auch in den anderen betroffenen Kreis-Gemeinden.

l Weitere Informationen gibt es unter rov-wahle-mecklar-online.de im Internet.

tk

Hintergrund

Transpower für Strecke 2

Transpower kalkuliert für den 190 Kilometer langen Abschnitt zwischen Wahle und Mecklar bisher mit Investitionskosten von bis zu 293 Millionen Euro – ohne Erdverkabelung. „Allein eine Ein- und Austrittstelle für ein Erdkabel kostet zwei Millionen Euro“, sagt Jens Siegmann. Projektleiter bei Transpower. Die Firma favorisiert auch Variante 2, „da dies die umwelt- und raumverträglichste Strecke wäre“.

Problematisch für das Peiner Land wäre die Trassenvariante 5, da diese durch das Vogelschutzgebiet Lengeder Teiche führen würde. Transpower bezeichnet sie in einer eigenen Bewertung auch deshalb als „ungeeignet“.
Siegmann erklärt, dass bei der Grobplanung größtmögliche Rücksicht auf Mensch und Natur genommen wurde. So habe man darauf geachtet, dass der Abstand zur Wohnbebauung möglichst groß ist und dass Natur- und Umweltschutzgebiete so weit wie möglich umgangen werden. Es gebe zahlreiche Studien, aber keinen wissenschaftlichen Nachweis für gesundheitliche Beeinträchtigungen durch die Leitung. Der Bau soll laut Transpower möglichst im Jahr 2015 starten.

tk

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