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Star-Musiker Justus Frantz verzauberte die Zuhörer

Peine Star-Musiker Justus Frantz verzauberte die Zuhörer

Peine. Dieses Konzept ging auf: Star-Dirigent Justus Frantz verzauberte die Besucher im vollbesetzten Peiner Forum am Freitagabend nicht nur am Flügel - er bettete drei Mozartsche Klaviersonaten durch Erzählungen und Anekdoten auch in die Biografie des musikalischen Genies ein. Am Ende gab es minutenlangen Applaus und mehrere Zugaben.

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Begeisterte das Peiner Publikum: Justus Frantz (r.).

Quelle: rb/2

Frantz wählte für sein Klavierkonzert einen ganz besonderen Rahmen: Er stellte die Klaviersonaten vor, die der junge Mozart auf seiner Reise nach Paris schrieb. Zwischen den Vorträgen am Flügel erklärte er die Lebensumstände, in denen sich der 21-jährige Mozart zu dieser Zeit um 1770 befand.

So bezeichnete Frantz die Klaviersonate in F-Dur als Freiheits-Sonate. „Das ganze Leben Mozarts war von seinem Vater vorbestimmt, nach Paris reiste er auf der Suche nach einer Anstellung zum ersten Mal allein und fühlte sich frei“, so Frantz. Damit die Gäste sich besser in die Musik hineinversetzen konnten, spielte er die einzelnen Themen kurz an. „Dabei fühlt man sich doch, als würde die königliche Jagd an uns vorüberziehen“, schwärmte Frantz während des ersten Satzes der F-Dur Sonate. Frantz begeisterte nicht nur als Entertainer und Erzähler, sondern auch als virtuoser Pianist. Bei der Klaviersonate in A-moll, die im Zeichen der ersten Verliebtheit Mozarts und dem Zorn über seinen Vater entstand, flogen Frantz’ Finger mit einer Leichtigkeit über die Tastatur, dass den Zuhörern der Atem stockte.

Sanftere Töne schlug er nach der Pause bei der Klaviersonate in A-Dur an. Sie wurde nach dem Tod von Mozarts Mutter komponiert. Beim dritten Satz, dem berühmten Türkischen Marsch, griff der Star-Musiker dann kraftvoller in die Tasten und legte sein ganzes Temperament in die wuchtige und mitreißende Komposition. Frantz’ Spielfreude wurde bei jedem einzelnen Satz deutlich, denn der Künstler verehrt den Komponisten. „Das Besondere an Mozarts Musik ist, dass sie sich nie abnutzt. Seine Musik ist stets so neu, wie am Tag der Entstehung.“

Das Publikum hatte der berühmte Dirigent schon nach den Mozart-Stücken auf seiner Seite. Doch bei den Zugaben mit Stücken von Chopin setzte er noch eines obendrauf. Am Ende des zweistündigen Konzertes, das die Salzgitter AG organisiert hatte, gab es minutenlangen Applaus. Fazit: Wiederholung unbedingt erwünscht.

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