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Stahlkonzern Salzgitter rutscht tiefer in die roten Zahlen

Peine/Salzgitter Stahlkonzern Salzgitter rutscht tiefer in die roten Zahlen

Peine/Salzgitter. Deutschlands zweitgrößter Stahlkonzern Salzgitter hat im Sommerquartal wie erwartet erneut hohe Verluste in Kauf nehmen müssen. Im dritten Jahresviertel stehen unterm Strich 67 Millionen Euro Minus, wie der am Donnerstag mitteilte. Sorgenkind ist das Tochterunternehmen Peiner Träger.

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Quelle: A

 Im gleichen Vorjahresquartal hatte Salzgitter 26 Millionen Euro Verlust ausgewiesen. Auf Jahressicht wächst der Fehlbetrag damit von minus 315,2 Millionen Euro auf minus 382,2 Millionen Euro an. Salzgitter bestätigte aber die Jahresprognose. Der hinter Thyssen-Krupp zweitgrößte deutsche Stahlkocher kämpft wie die gesamte Branche gegen eine Strukturkrise. Eine Erklärung für die Verluste sind Überkapazitäten, die den Preiskampf befeuern. Schon bei normaler Nachfrage hält der europäische Branchenverband Eurofer rund ein Viertel der Produktionskapazität auf dem Kontinent für zu viel des Guten. Hinzu kommt eine derzeit schleppende Nachfrage. Im Kampf gegen die Talfahrt will Salzgitter konzernweit mehr als 1500 Jobs streichen, das wäre etwa jede 16. Stelle. Allein in Peine, wo das Langstahlwerk immense Verluste schreibt, soll die Stellenzahl um ein Viertel auf etwa 800 sinken. Die Weichen dafür sind gestellt, entsprechende Aufsichtsratsbeschlüsse stehen - Details sind aber noch unklar. Das Sparprogramm "Salzgitter AG 2015" soll mehr als 200 Millionen Euro freisetzen. Neben dem Jobabbau geht es dabei vor allem um die "Weiterentwicklung technischer Prozesse und Initiativen". Mit der Vorlage der jüngsten Quartalszahlen bestätigte Salzgitter den Ausblick für 2013, wonach bis zum Jahresende vor Steuern 400 Millionen Euro Verlust auflaufen sollen. In dieser Kategorie sind nach neun Monaten schon minus 363 Millionen Euro zusammengekommen.

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