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Stahl-Architektur könnte Hertie-Brache verstecken

Peine Stahl-Architektur könnte Hertie-Brache verstecken

Eine langfristige Lösung zeichnet sich für die City-Center/Hertie-Brache in der Peiner Innenstadt derzeit nicht ab. Studenten der Uni Bremen haben deshalb im Auftrag der Stadt Ideenskizzen und Modelle für „zeitlich befristete Architekturen“ aus Stahl entworfen und diese gestern im Rathaus vorgestellt. Ob Container, Würfel oder Labyrinth - die Vorschläge sind zum Teil mutig, haben aber eine klare Aussage.

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Der Entwurf „Ideal Standard“ von Tom Krenz sieht ein Stahlkorsett vor, das aus der Ferne lamellenartig, aus der Nähe aber offen wirkt. Die benachbarten Händler würden durch den kompletten Lückenschluss am Gröpern nicht eingeschränkt. Innerhalb des Korsetts sind Räume mit temporärer Gastronomie oder auch eine Terrasse denkbar.

Hauptziel ist es offenkundig, den intakten Teil der Fußgängerzone von dem Brachen-Areal abzukapseln. „Wir müssen damit rechnen, dass sich dort lange Zeit nichts tun wird“, sagte Stadtbaurat Hans-Jürgen Tarrey. Im Stadtentwicklungskonzept (PAZ berichtete) spiele das City-Center ohnehin keine Rolle. Der Handel soll sich künftig auf die Achse Marktplatz - Bahnhofstraße konzentrieren.

Peines Bürgermeister Michael Kessler betonte, dass die Stadt bei der Suche nach einer Lösung für das städtebauliche Problem mehrere Wege parallel beschreite: Die Wirtschaftsförderung der Stadt prüfe derzeit, was die kürzlich stattgefundene Neubewertung des Geländes ergeben habe und halte weiterhin nach einen möglichen Investor Ausschau. „Sollten wir damit keinen Erfolg haben, könnten wir das Gelände als Sanierungsgebiet ausweisen, um unseren Einfluss zu erhöhen“, sagte Kessler. Die jetzt vorgestellten „temporären Architekturen“ seien nur eine von mehreren Möglichkeiten - und zunächst einmal als Diskussionsgrundlage zwischen Verwaltung, Bürgern und Geschäftleuten gedacht.

Das Thema der Aufgabenstellung für die Studenten lautete „Standard Elemente“. Und genau das sei auch die Verbindung zu Peiner Träger (PTG), sagte der betreuende Professor der Uni Bremen, Stefan Rettich. Stahlträger unterschiedlicher Querschnitte seien eben Standard im Bau. Für die Entwürfe dienten die Träger als Grundlage. Birte Pries, zuständig für Stahlbau-Promotion bei der PTG-Mutter Salzgitter, sagte: Wir finden das Projekt interessant und wollen auch Realisierungschancen prüfen.“

Direkt realisierbar sei allerdings wohl keiner der Entwürfe, räumte Stadtbaurat Tarrey ein. Aber das sei auch nicht das Ziel gewesen. Fakt sei zudem, dass das Thema mit einer gewissen „studentischen Freiheit“ angegangen wurde, aber auch das sei legitim, um einen Diskussionsprozess anzuregen.

Der Vorteil einer Stahlkonstruktion sei, dass diese schnell montiert, aber auch wieder demontiert sei, erklärte Tarrey: „Sollte sich also ein großer Wurf mit der Hertie-Immobilie andeuten, sind wir jederzeit in der Lage zu reagieren.“ Ob, wann und wie einer der Entwürfe realisiert wird, ist allerdings noch völlig unklar. Die Idee mit den temporären Architekturen ist Teil des Forschungsprojekts „City Center - Handeln für städtische Vielfalt, das vom Bund unterstützt wird.

Die Ideenskizzen und Modelle der Bremer Studenten sind noch bis 20. Juli im Rathaus zu sehen. Mit weiteren Entwürfen beschäftigen sich derzeit Studenten aus Hannover.

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WartenWartenMit Blindheit per Definition geschlagen, dennoch nicht unsichtbar, präsentiere ich mich als unbeachtetes und ungeliebtes Stiefkind zeitgenössischer Literatur.

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