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Stadtbaurat Tarrey tritt auf die Bremse

Einkaufs-Center in Peine Stadtbaurat Tarrey tritt auf die Bremse

Ein Hamburger Investor will auf dem Gelände der ehemaligen Malzfabrik Langkopf Millionen in ein neues Einkaufszentrum stecken (PAZ berichtete). Diese Nachricht sorgte in der ganzen Stadt für Begeisterung. Politiker und Bürger zeigten sich angetan von den Plänen, die Dr. Heiko Wischmann, Geschäftsführender Gesellschafter der Rudolf-Meyer-Gruppe, präsentierte - ihr gehört das Gelände in der Südstadt. Doch wie realistisch ist das Großprojekt? Stadtbaurat Hans-Jürgen Tarrey beantwortete der PAZ die folgenden Fragen.

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Die ehemalige Mälzerei: Hier will der Investor aus Hamburg ein Einkaufs-Center bauen.

Wie steht die Stadt grundsätzlich zu den Plänen des Hamburger Investors?

Wir bewerten es grundsätzlich positiv, dass Eigentümer und ein Investor dort aktiv an einer Entwicklung arbeiten. Den Handlungsbedarf im Bereich der ehemaligen Mälzerei haben wir seit mehreren Jahren gesehen und mehrfach thematisiert. Das Areal ist daher in allen wichtigen, vom Rat beschlossenen Strategien enthalten - unter anderem im Einzelhandelskonzept, Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) und auch im Innenstadtkonzept.

Welche Voraussetzungen müssen seitens des Investors geschaffen werden, damit solch ein Projekt dort eine Chance hat?

Das Projekt muss sich in die Ratsbeschlüsse einfügen und wichtige Ziele der genannten Konzepte erfüllen. Die bisher vorliegenden Pläne erreichen den erforderlichen Stand derzeit noch nicht. Das betrifft Inhalte genauso wie die Architektur.

Und welche Voraussetzungen seitens der Stadt sind notwendig, damit dort investiert wird?

Es wird zu gegebener Zeit Planungsrecht über einen Vorhabenbezogenen Bebauungsplan (VEP) geschaffen werden müssen.

Die Planungen beziehen auch die Ansiedlung von Unternehmen unterschiedlicher Branchen ein. Korrespondieren diese Planungen mit dem Einzelhandelskonzept der Stadt?

Das Planungskonzept befindet sich in einem sehr frühen und noch allgemein gehaltenen Stadium. Dementsprechend ist die Aussagekraft der Pläne noch nicht so verbindlich, wie es für die Bauleitplanung und begleitende städtebauliche Verträge benötigt wird. Eine Reihe von Vorschlägen korrespondiert mit dem Einzelhandelskonzept. Richtig rund und stimmig ist die Konzeption aber noch nicht.

Ist die Stadt grundsätzlich bereit, das Konzept zu überarbeiten, damit die Investition möglich wird?

Der Rat hat die Konzepte erst vor wenigen Monaten beschlossen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Politik nun bei der ersten Gelegenheit ihre Ziele über Bord werfen wird. Gerade in Zeiten des Strukturwandels ist es von Bedeutung, dass Strategien und politische Beschlüsse auch tragen und dass Kurs gehalten wird. Nur so erreicht man auch die dringend erforderliche Planungssicherheit für alle Akteure der Innenstadt - vom Großinvestor bis hin zum kleinen Kaufmann. Eine Politik, die, salopp gesagt, jeden Montagmorgen in eine andere Richtung läuft, verunsichert und schadet dem Ganzen.

Wie sieht aus Sicht der Stadt ein möglicher Zeitplan aus, in dem die Investition realisiert werden kann?

Zunächst bedarf es auf Seiten des Investors der Überarbeitung des Projektes und auch der Darstellung eines Verkehrskonzeptes. Danach kann man erst über einen Zeitplan reden.

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