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Stadt hat Bauantrag für Kreishaus-Anbau abgelehnt

Peine Stadt hat Bauantrag für Kreishaus-Anbau abgelehnt

Kreis Peine. Nun ist es amtlich: Die Stadt Peine hat den Bauantrag des Landkreises für den umstrittenen Kreishaus-Anbau offiziell abgelehnt. Der Bescheid ist jüngst auf dem Schlossberg eingegangen.

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Blick auf die Böschung des Burgbergs. Dort sollte nach den Planungen der Kreisverwaltung der Anbau entstehen.

Quelle: André Bullwinkel

Der Grund für die Ablehnung sind denkmalschutzrechtliche Erwägungen, heißt es in einer Stellungnahme von Kreis-Sprecher Henrik Kühn.

In den vergangenen Monaten hatte das Verhältnis zwischen Stadt und Landkreis Peine stark gelitten. Die Kreisverwaltung steht unter Handlungsdruck, denn einige Mitarbeiter der Verwaltung sind zum Teil seit 2009 in Bürocontainern untergebracht, was nicht nur die betroffenen Mitarbeiter belastet, sondern auch die Finanzen des Landkreises. Trotzdem war die Ablehnung zuletzt erwartet worden, und der Landkreis prüft bereits Alternativen.

Allerdings werde auch der Ablehnungsbescheid geprüft. Kühn sagte: „Weil zudem in der jüngsten Sitzung des Kreisauschusses aus Reihen der Abgeordneten zum Teil weiterer Informationsbedarf angemeldet wurde, ist geplant, das Thema in der nächsten Sitzung des nicht-öffentlich tagenden Kreisausschusses auf die Tagesordnung zu setzen.“

Grund für die Ablehnung sind denkmalrechtliche Erwägungen: So sei die Böschung des künstlich aufgeschütteten Burgbergs als Kulturdenkmal zu bewerten, für dessen Erhalt „aus städtebaulichen, geschichtlichen, künstlerischen und wissenschaftlichen Gründen ein in Teilen sogar erhöhtes öffentliches Interesse“ bestehe. Der vom Kreis geplante Bau würde „in Teilen das Baudenkmal zerstören“. Teil der denkmalrechtlichen Prüfung war darüber hinaus der sogenannte Umgebungsschutz. Dabei wurde im Amtsdeutsch festgestellt, dass „der Zeugniswert der historischen Architektur- und Zuwegungshierachie zum Burgberg durch die neue, dominante Treppenanlage in ,zweiter Reihe‘ an ehemals untergeordneter Stelle - die dadurch jedoch in die Vermittlung einer ersten Position gerate - gemindert werde“. Kurz: Der Neubau passt nicht ins Bild und lenkt von den historischen Zusammenhängen ab.

Auch die vom Kreis nachgereichten Vorschläge zur städtebaulichen Entwicklung im Umfeld überzeugten im Rathaus nicht: Unter anderem führe dabei zwar die vom Landkreis beabsichtige Lindenallee zu einer „Stärkung der Zuwegung über die Straße ,Am Schlosswall‘“. Dies sei jedoch „in der vorgelegten Form nicht die historische Zuwegung oder einer bestimmten Entwicklungsphase zuzuordnen“.

Der Immobilienwirtschaftsbetrieb des Kreises arbeitet nun an verschiedenen Alternativen. So könnte ein Verwaltungsgebäude an der Werner-Nordmeyer-Straße in unmittelbarer Nähe zum Straßenverkehrsamt und der Feuerwehrtechnische Zentrale stehen. Publikumsintensive Bereiche sollen ihren Standort möglichst am Hauptsitz der Kreisverwaltung an der Burgstraße bekommen. Das gilt auch für das Bürgerservicebüro und möglicherweise einen Multifunktionsraum.

pif

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