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Stabsstelle für Migration und Teilhabe eingerichtet

Peine Stabsstelle für Migration und Teilhabe eingerichtet

Peine. Der Landkreis Peine richtet den Blick in der Flüchtlingskrise in die Zukunft: Kurzfristig Unterkünfte bereitzustellen sei das eine, die viel größere Herausforderung allerdings stellten Integration und Teilhabe der nach Deutschland gekommenen Menschen dar, sagte Landrat Franz Einhaus (SPD) gestern bei einem Pressegespräch.

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Immer mehr Flüchtlinge kommen: Jetzt will sich der Landkreis Peine, hier Emine Öztürk und Landrat Franz Einhaus, noch stärker um Integration kümmern.

Quelle: Foto: mic

Die ersten Weichen hat die Verwaltung bereits gestellt - und das Thema Flüchtlinge damit zur Chefsache erklärt.

Der erste Schritt: Die Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe, die seit Juli von Emine Öztürk (34) geleitet wird (PAZ berichtete), wird zum 1. Dezember als direkte Stabstelle beim Landrat installiert und ist ihm so direkt unterstellt. Unter anderem soll die Stelle alle Bereiche der Verwaltung fachlich beraten. „Wenn wir uns jetzt nicht um das Thema Integration kümmern, kann das schwerwiegende Folgen haben“, sagte Einhaus mit Verweis auf die jüngsten Ereignisse in Frankreich.

Der Landrat wünscht sich aus Sicht der Verwaltung einen „übergreifenden Masterplan“ zur Flüchtlingsthematik, der sich über sämtliche Lebens- und Politikbereiche wie Wohnen, Arbeit, Kultur Ordnung und Sicherheit ersteckt. Ein Schwerpunkt müsse auf der Vermittlung von Wertegrundlagen und gesellschaftlicher Teilhabe liegen. Und da kommt die Koordinierungsstelle von Emine Öztürk ins Spiel.

Ihre Aufgabe ist es, „verbindliche Strukturen“ mit dem Ziel der Integration aufzubauen. Diese sollen jedoch nicht nur Asylsuchende und Flüchtlinge ins Visier nehmen, sondern auch „heterogene Zielgruppen“, bei denen bislang keine Integration gelungen ist. Als Beispiel wurden ehemalige Einwanderer und Gastarbeiter genannt, die bereits in dritter Generation hier leben.

Der Landkreis Peine plant weiterhin, eine Art Bürgerservicestelle aufzubauen, die alle Menschen mit Migrationshintergrund berät - und das möglichst in der jeweiligen Muttersprache.

Als konkretes Projekt sei geplant, mit Flüchtlingen in Schulen zu gehen und Kindern zu berichten. Ergänzend sollen Referenten erläutern, wie das deutsche Asylsystem funktioniert. In Sprachkursen soll neben dem reinen Spracherwerb auch die Vermittlung von Werten und Normen eine Rolle spielen. „Es geht uns aber nicht darum, ein Projektfeuerwerk abzubrennen, sondern die Verwaltung auf die großen Herausforderungen einzustellen“, sagte Einhaus.

mic

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