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Staatsanwalt fordert lebenslange Haft

Landgericht Stade Staatsanwalt fordert lebenslange Haft

Lebenslange Haft: Das forderte gestern Staatsanwalt Matthias H. Graulich vor dem Stader Landgericht für den 30-jährigen Peiner Thomas H. Der Angeklagte hat seine Ex-Freundin und deren Bekannte im August 2009 auf einem Campingplatz bei Cuxhaven erstochen. Für den Anklagevertreter ein klarer Fall von Totschlag und Mord.

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Quelle: archiv

Stade . Strafmildernde Umstände wollte Staatsanwalt Matthias H. Graulich nicht gelten lassen: Am gestrigen vierten Verhandlungstag der Großen Strafkammer des Landgerichtes Stade plädierte er auf lebenslange Haft für Thomas H. aus Peine. Der Mann hatte seine ehemalige Freundin mit einem Messer getötet, deren Bekannte auf der Flucht erstochen.

Staatsanwalt wie auch der Rechtsanwalt der Eltern der Getöteten, Steffen Hörning aus Göttingen, sahen den Totschlag an der 27-jährigen Sozialarbeiterin Nadine T. und den Mord an ihrer gleichaltrigen Freundin Anne G. als erwiesen an. Dem 30-jährigen Angeklagten wurde zugute gehalten, dass er gleich nach seiner Festnahme in Peine die Taten in vollem Umfang gestanden und Reue gegenüber den Eltern und Geschwistern gezeigt habe.

„Verunsicherter Mensch“

Im Laufe des gestrigen vierten Verhandlungstages zeichneten der Psychiater und die Verteidigerin das Bild eines tief verunsicherten Menschen, dessen Hauptstreben darin bestand, endlich die große Liebe zu finden. Nadine T. war nach Aussage des Angeklagten diese Traumfrau, die ihm emotional und sexuell die Befriedigung gegeben hatte, nach der er suchte.

Nachdem Nadine ihm zwei Tage vor der Tat am Telefon zu verstehen gegeben hatte, dass er nicht der einzige Mann für sie sei, brach offenbar das Bild von der idealen Beziehung zusammen. Nadine schien für ihn plötzlich unerreichbar. Da sich zunächst ein Mann am Telefon von Nadine gemeldet hatte und er zuvor über ihren Internetcode von Nadines Kontakten zu anderen Männern erfahren hatte, ergriffen Wut und Eifersucht den Angeklagten.

So stellte es gestern der Rechtsanwalt der Eltern dar. Eifersucht und Kontrollwut hätten ihn schließlich veranlasst, in der Tatnacht nach Cuxhaven zu fahren, wo er Nadine mit einem anderen Mann vermutete. Eine zentrale Frage war, warum der Täter das Fleischermesser mit der 20 Zentimeter langen Klinge mitnahm, mit dem er auf dem Campingplatz in Sahlenburg am 26. August vergangenen Jahres die beiden Frauen erstochen hat.

Die von der Verteidigerin Susanne Tölke ins Feld geführten Hinweise, die für einen Totschlag im Affekt im Falle Nadine T. hätten sprechen können, überzeugten Staatsanwalt und Nebenklagevertreter nicht.

Der Angeklagte habe bei vollem Bewusstsein und sehr überlegt und berechnend gehandelt, insbesondere als er Anne G. mit 15 Messerstichen tötete, um sie als Zeugin auszuschalten, nachdem er deren Freundin Nadine T. im Wohnwagen bereits mit 17 Messerstichen getötet hatte.

Das Urteil wird für Montag, 1. Februar, erwartet.

Thomas Sassen

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